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Luxus zum Tag: Yachthäfen immer teurer

Auch bei Schiffsliegeplatz-Mieten treibt die Krise die Preise

Autor: Gerhard Rodler

Keine Krise kennt scheinbar des Geschäft mit Yachthäfen - immerhin auch eine Form der Immobilienbewirtschaftung.

Engel & Völkers hat die zehn teuersten Yachthäfen Europas analysiert und ist dabei im ersten Halbjahr auf kräftige Preissteigerungen gestoßen.

Verglichen wurde jeweils der Platz einer 55-Meter-Yacht in der jeweiligen Hauptsaison. Am teuersten ist es derzeit in Marbellas Puerto Banús mit 4.289 Euro. Den zweiten Platz belegt der Hafen Porto Cervo mit einer Liegegebühr von 2.900 Euro pro Tag.

Platz 3 des Yachting Rankings nimmt der Hafen Marina Grande mit einer Tagesgebühr von 2.880 Euro ein. Wer seine Yacht in der Marina di Portofino festmachen möchte, zahlt pro Tag 2.650 Euro. Damit verzeichnet dieser Hafen einen Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr und belegt Platz 4.

Ein Preiszuwachs lässt sich auch bei den Liegeplätzen bei den französischen Yachthäfen feststellen. Den fünften Platz belegt mit 2.344 Euro pro Tag der Port de Saint Tropez. Als weiterer Hafen an der französischen Riviera reiht sich Marina Port Vauban in Antibes auf Platz 6 im Ranking ein. In Port Vauban traf man bis vor kurzem übrigens einige (zum Teil sehr, sehr bekannte) österreichische Immobilienunternehmer, die dort ihre Yachten liegen hatten. Teilweise neben deutschen Marktteilnehmern.

Platz 7 im Ranking erhält ACI Marina Dubrovnik mit einer Tagesrate von 1.697 Euro. Den achten Platz erzielt der Hafen Limassol Marina auf Zypern mit einer Tagesrate von 1.533 Euro für eine 55-Meter-Yacht. Ein Liegeplatz im ACI Marina Split an der dalmatinischen Küste Kroatiens kostet 1.400 Euro pro Tag und belegt somit Platz 9 des Rankings. Port Hercule in Monte-Carlo, Monaco schließt das Ranking mit einer Tagesgebühr von 1.162 Euro auf Platz 10 ab.

Und damit jene belohnt werden, die bisher gelesen haben: Die Preise verstehen sich - natürlich pro Tag.

Übrigens: Für den Preis einer Tagesmiete in Puerto Banús bekommt man in Österreich einen kleinen Schiffsliegeplatz beispielsweise am Neusiedlersee für knapp sieben Jahre. Freilich sind dort die Schiffe aber sehr viel kleiner.