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Mafia zum Tag: Es wird enger

Bulgarien nimmt Mafia-Paläste ins Visier

Autor: Gerhard Rodler

Das ärmste EU-Land Bulgarien möchte zwielichtigen Neureichen auf die Zehen treten. Denn ihre teuren Villen und Limousinen wurden vermutlich nicht selten auf krummen Wegen angeschafft. Der Staat geht nun auf Jagd nach illegalen Besitztümern.

Die Neureichen in dem ärmsten EU-Land Bulgarien fallen vor allem mit Luxuslimousinen und teuren Immobilien in schicken Gegenden auf. Wie kann sich etwa ein junger sportlicher Typ, der wohl nie im Leben legal gearbeitet hat, eine große Villa oder ein Geländewagen neusten Typs leisten, fragen nicht nur kritische Bürger. Denn jetzt wollen auch die Behörden in dem Balkanland mehr über die Herkunft des großen Geldes mancher Neureicher wissen.

Das ist keine leichte Aufgabe, obwohl zwielichtige Geschäftsleute - die sogenannten bisnesmeni - ihren großzügigen Lebensstil offen demonstrieren. Ihre vor den teuren Lokalen oder Hotels geparkten Fahrzeuge passen in jeden Salon für Luxusautos. Die bisinesmeni sind aber erfinderisch, wenn es darum geht, den Besitz einer teuren Immobilie zu verschleiern. So sollen einige von ihnen ihre bewohnten Paläste als "noch im Bau befindlich" ausgegeben haben. Andere hätten sich bei den Behörden nur als Eigentümer der Wiese vor der Luxusvilla angemeldet, berichten empörte Fahnder in den Medien.

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