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Makler mit gemischten Gefühlen

Dämpfer bei Mieten, weiter Wachstum im Eigentum im heurigen Jahr:

Autor: Engelbert Abt

Die Immobilienbranche hat das Pandemiejahr 2020 auch auf der Maklerseite gut bewältigt.

„Makler mit genug Eigentumsobjekten haben ein erfolgreiches Jahr hinter sich,“ resümiert Georg Spiegelfeld, Präsident des Immobilienring Österreich. Die Banken seien allerdings vorsichtiger geworden, so der Immobilienring.

Der iR Research meldet in Österreichs Landeshauptstädten eine unterschiedliche Entwicklung bei Mietwohnungen. Mehr Angebote in Wien, St. Pölten und Salzburg, steigender Druck auf das Hochpreissegment. In den Uni-Städten fehlen die Studenten und Null-Einkommen bringe AirBnB -Wohnungen in Schwierigkeiten. Aber, so Spiegelfeld: „Eigentum wird oft vom Plan weg gekauft, obwohl die verfügbaren Einkommen gesunken sind. Während Einfamilienhäuser für den Eigenbedarf angeschafft werden, ist ein großer Teil der Eigentumswohnungen als persönliche Anlage oder für späteres Wohnen der eigenen Kinder gedacht.“

Wer ins Grüne ziehen will, möchte gleichzeitig ein modernes, urbanes Umfeld mit erstklassiger Infrastruktur vorfinden.

Ein Immobilienring-Mitglied aus Westösterreich wiederum fürchtet, dass 2021 bereits Stillstand eintreten könnte, weil die Eigenkapitalanforderungen der Banken eine deutlich höhere Eigenkapitalquote verlangen würden.

Bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen erwartet Spiegelfeld für 2021 weiterhin einen moderaten Anstieg, konstatiert aber bereits in einigen Bereichen ein Bewertungsrisiko.

Beim iR Research (Beobachtungszeitraum Mitte August 2020 bis Mitte Jänner 2021) werden mehr leistbare Miet-Wohnungen in Wien und St. Pölten verzeichnet. So hat sich das Angebot in Wien bei Mieten bis 750 Euro (Brutto, ohne Heizung) um rund 40 Prozent erhöht, ebenso in St. Pölten.

Um etwa 10 Prozent mehr Auswahl gibt es in den darüber liegenden Preisbereichen von 750 Euro bis 1.250 Euro. Auf ein verringertes Angebot weisen die Zahlen für Linz und Klagenfurt hin. Diese zeigen im Vergleichszeitraum in den Preisbereichen 500 Euro bis 2.000 Euro einen Rückgang von 25-30 Prozent auf. Unverändert ist das Angebot in Graz (Ausnahme ein Plus bei Wohnungen zwischen 1.500 Euro bis 1.750 Euro) und Innsbruck. Eine deutliche Veränderung zeichnet sich in Salzburg ab.

Das Angebot an Mietwohnungen hat sich im Preisbereich 750 Euro - 1.000Euro, sowie 1.500 Euro - 1.750 Euro verdoppelt. In Bregenz gibt es, so wie schon in den Jahren davor, kaum Mietangebote.

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