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Makler vom Aussterben bedroht?

Radikale Umwälzungen in der Immobilienbranche

Autor: Gerhard Rodler aus München

Die Studie „IREBS Innovation Monitor 2.0“ von Deloitte, dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und dem Institut für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg zeigt, dass die Branche bei Innovationen hinterherhinkt. Nur etwas mehr als die Hälfte (51,1 Prozent) der 150 befragten Unternehmen haben einen etablierten Innovationsprozess und fördern Themen wie Smart Home, Big Data oder Online-Plattformen. Treiber dieser Themen sind Investoren, Projektentwickler und Asset Manager. Dagegen schätzen lediglich 38 Prozent der Makler ihre Innovationskraft positiv ein. Online-Portale beeinflussen die gesamte Branche und bieten unterschiedliche Chancen und Risiken. Big Data könnte es beispielsweise auch branchenfremden Firmen ermöglichen, relevante Objektinformationen zu nutzen und sich auf dem Markt zu etablieren. Andererseits bieten internetbasierte Vermarktungsmöglichkeiten auch neue Potenziale über regionale Grenzen hinaus.

Etwa die Hälfte (51,1 Prozent) der Unternehmen weisen institutionalisierte Innovationsprozesse auf, davon zählen die meisten zu Investoren (33,3 Prozent), Projektentwicklern (25,6 Prozent) und Asset Managern (20,5 Prozent). Die Erfolge ihrer Prozesse messen diese Firmen hauptsächlich anhand von Produktivitäts- und Umsatzsteigerungen. Mit Themen wie Big Data und Smart Home setzen sich vor allem Berater bzw. Ingenieure auseinander. Das bestätigt auch das Ranking der erfolgreichsten Umsetzung von Innovationen, das von (Spezial-) Beratern und Ingenieuren angeführt wird. Makler belegen den vorletzten Platz.