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Deutsche Büros vor Vollvermietung

Drei-Millionen-m²-Marke bei Flächenumsatz geknackt

Autor: Charles Steiner

Der deutsche Büroimmobilienmarkt steht quasi vor der Vollvermietung. Der Run auf deutsche Büroflächen ist massiv - laut einer Analyse von BNP Paribas Real Estate habe der Flächenumsatz in den ersten neun Monaten des Jahres an den Big Seven die Drei-Millionen-m²-Marke überschritten. So viel wurde noch nie gemessen - der Rekordwert vom Vorjahr konnte gar um sechs Prozent eingestellt werden. Quer durch alle Standorte liegt der Leerstand damit bei vier Prozent. In Berlin ist er mit 1,6 Prozent sogar in einem kritischen Bereich.

An die Spitze gesetzt hat sich Berlin mit 726.000 m² Flächenumsatz. Damit wurde nicht nur das Vorjahresergebnis um gut 26 Prozent gesteigert, sondern gleichzeitig eine neue Bestmarke aufgestellt. Die Hauptstadt bricht aktuell sowohl auf den Investment- als auch auf den Büromärkten einen Rekord nach dem anderen. Möglich wäre es sogar, dass dort auch die Millionenschwelle erreicht werden könnte, schätzt BNP Paribas Real Estate ein.

Auf Platz zwei findet sich München mit 622.000 m², was gegenüber dem letztjährigen Allzeithoch einem Rückgang um 10 Prozent entspricht. Während Hamburg mit 413.000 m² das Vorjahresresultat in etwa halten kann (-1 Prozent) stellt die Düsseldorf mit 406.000 m² einen neuen Umsatzrekord auf und fährt mit knapp 42 Prozent das größte Plus aller Standorte ein. Knapp an der 400.000 -m²-Marke gescheitert ist Frankfurt mit 397.000 m² (minus 17 Prozent). Zulegen konnte auch Köln mit 220.000 m² (+9,5 Prozent).

Innerhalb eines Jahres seien die Spitzenmieten aufgrund des sich verknappenden Angebots im Durchschnitt aller Standorte um gut 7 Prozent gestiegen. Die stärkste Zunahme weist Hamburg mit knapp 15 Prozent auf. Mit aktuell 31 Euro/m² wurde dabei erstmals die 30-Euro/m²-Schwelle übersprungen. Ähnlich starke Zuwächse verzeichneten Berlin mit knapp 12 Prozent auf 38 Euro/m² sowie Leipzig mit 11 Prozent auf 15 Euro/m². In der Hauptstadt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die 40 Euro/m²-Marke fällt. Auch in München stellt die 40-Euro/m²-Schwelle das nächste Ziel dar. Aktuell werden hier 39,50 Euro/m² (+3 Prozent) notiert. Längst überschritten wurde dieser Wert in Frankfurt, wo die Spitzenmiete in den letzten 12 Monaten um 5 Prozent auf 45 Euro/m² angezogen hat, so BNP Paribas Real Estate.