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Mega-Einstiegschancen für US-Hotelmarkt

Preisrückgänge stärker als bei Lehman:

Autor: Gerhard Rodler

Nach 10 Jahren Boom am US Immobilienmarkt sorgt die Coronakrise wieder für ein Sinken der Einstiegspreise. Die Preisrückgänge könnten dabei stärker ausfallen als nach Lehman, analysiert der Hotelconsulter MRP.

Der Tourismus gehört zu den von der Coronakrise am schwersten betroffenen Branchen, Hotelimmobilien könnten daher besonders schnell ins Fadenkreuz von Schnäppchenjägern geraten. Der Anteil der Hotel-Kredite mit Zahlungsverzug ist in den USA von einem Prozent im März auf 20 Prozent im April nach oben geschnellt, 8 von 10 US Hotelzimmern stehen derzeit leer. Etwas martialisch ausgedrückt könnte man sagen, ein Teil der Beute ist also reif für den Abschuss, und trockenes Pulver gibt es auch zur Genüge. Per Jahresende 2019 hatten private US Immobilienfonds, die speziell in notleidende Objekte investieren, 142 Milliarden US-Dollar an Cash zur Verfügung (Zahlen von Preqin, einem Datenanbieter für alternative Investments).

Schnäppchenjäger könnten im Immobiliensektor aber auch aus einem anderen Grund auf ihre Kosten kommen. Die teilweise massiven Kursverluste an den Börsen haben zuletzt zwar etwas an Dynamik verloren, könnten aber, so wie das Virus selbst, durchaus eine zweite Welle erleben. Mit den gesunkenen Aktienkursen sind auch die Aktienanteile in vielen Portfolios geschrumpft, was Vermögensmanager dazu zwingen könnte, sich von einem Teil ihrer Immobilieninvestments zu trennen, um die relative Gewichtsverteilung in den Portfolios wiederherzustellen. Das könnte zusätzlichen Druck auf den Immobilienmarkt ausüben, der in den letzten zehn Jahren eigentlich nur eine Richtung gekannt hat, nämlich nach oben. Noch 2019 gab Marriott beispielsweise bekannt, dass man in den kommenden drei Jahren 1.700 neue Standorte eröffnen wolle. Das einzige potentielle Problem schien ein Mangel an Bauarbeitern zu sein.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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