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Mehr als ein Fenster

Das Aluminium Fenster Institut will mit dem AFI-KnowHow-Corner gezielt Architekten, Bauherren und Auftraggeber miteinander vernetzen, um sie dahingehend zu sensibilisieren, bei der Auftragsvergabe für Fenster auch die entsprechende Qualität zu wählen. Wie, erzählt der Geschäftsführer des Aluminium Fenster Instituts, Harald Greger im Gespräch mit Charles Steiner.

Autor: Charles Steiner

Das Aluminium Fenster Institut hat den AFI-KnowHow-Corner eingerichtet. Was ist das Ziel dieser Plattform? Harald Greger: Das Aluminium-Fenster-Institut (AFI) bietet Architekten, Bauherren und Auftraggebern die Sicherheit, bei der Vergabeentscheidung bestmögliche Metallbaulösungen zu erhalten. Dafür steht die Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster mit den in Österreich führenden Aluminium-Profilsystemen und lizensierten Metallbaubetrieben. Im KnowHow-Corner arbeitet das AFI intensiv mit allen relevanten Branchen und Spezialisten zusammen, um diese Sicherheit am Stand der Zeit weiterzuentwickeln und weitergeben zu können. Ziel ist es, aktuelles Projektwissen mittels Fachveranstaltungen, Publikationen und Online-Informationen für alle Partner besser greifbar und aus neuen Blickwinkeln verständlich zu machen.

Wer ist die Zielgruppe dieses Corners und warum? Greger: In erster Linie sprechen wir Architekten, Bauherren und Bauträger an. Aber es geht darüber hinaus um die Sensibilisierung der gesamten Baubranche. Wir möchten Bauherren - ähnlich der "Präventivmedizin" - vor allem Vorsorgepakete in Form individueller, bedarfsgerechter Veranstaltungen in die Hand geben. Das Motto lautet: "Folgekosten vermeiden, Sicherheit gewinnen."

Welche Rolle spielen Sachverständige im KnowHow-Corner? Greger: Die Sachgebiete Metallbau und Fassadentechnik sind so komplex, dass die Zusammenarbeit des Aluminium-Fenster-Institutes mit dem Sachverständigenwesen entsprechend den Standesregeln allen Auftraggebern und Auftragnehmern zu Gute kommt. Diese Meinung vertritt auch Matthias Rant, der Präsident des Sachverständigen-Hauptverbandes Österreichs. Gemeinsam haben wir daher diese Wissensplattform gegründet um sowohl nach innen den Metallbau zu fördern als auch nach außen Architekten und Bauherren zu servicieren.

Die technologische Entwicklung bei Immobilien ist rasant. Wie sieht es beim Fensterbau aus? Was gibt es da Neues? Und wohin geht die Forschung? Greger: Das Fenster bzw. die Fassade ist und bleibt die entscheidende Komponente der Gebäudehülle. Es ist der Ort, an dem der Architekt ein hohes Maß seiner kreativen Vorstellung realisiert, der Ort an dem er neben der Erfüllung der städtebaulichen und funktionalen Erfordernisse auch die immer höheren energetischen und ökologischen Anforderungen zu erfüllen hat. Und das immer intensiver geforderte Lebenszyklusdenken vervollständigt die Ansprüche. Es ist daher wenig verwunderlich, dass AluFenster und Fassaden boomen. Nicht nur im Bürobau - auch im Wohnbau werden sie, vor allem wenn qualitativ hochwertige Ansprüche gestellt werden, eingesetzt. Die neuesten Entwicklungen und Trends dazu werden wir auf der Bau17 in München bereits im Jänner erleben können.

Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Wie lebt das Aluminium Fenster Institut diesen Gedanken? Greger: Danke für diese wichtige Frage. Die Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster lebt den Nachhaltigkeitsgedanken in reinster Form. Es war uns immer schon klar, dass unsere Anforderungen an Alufenster ökologisch gesehen mindestens gleichwertig zu anderen Fenstermaterialen sind. Da jedoch die Kenntnis über die tatsächlichen ökologischen - aber auch ökonomischen - Auswirkungen von Fensterrahmen vorsichtig ausgedrückt "Verbesserungspotenzial" hatten, haben wir uns entschossen mit Experten aus dem Bereich der Ökonomie und Ökologie eine breit angelegte Studie zu diesem Thema zu verfassen. Das Ergebnis: Die zur Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster zählenden Fenster- und Profilsysteme verursachen bei Betrachtung über einen langen Zeitraum im Vergleich zu anderen Fenstern weniger Kosten und belasten die Umwelt in einem geringeren Ausmaß. Der entscheidende Grund für das gute Abschneiden dieser von bauXund und M.O.O.CON durchgeführten Potenzialanalyse "Fensterwerkstoffe im Vergleich" unserer Systeme ist ihre lange Lebensdauer, da sich diese enorm positiv auswirkt. Im Rahmen der Analyse wurden drei Szenarien untersucht. Das Langfrist-Szenario geht von einer 60-jährigen Lebensdauer aus, was für Alu-Fenster technisch möglich ist. Weiters wurden ein kurzfristiges, sowie ein Szenario auf Basis von Mittelwerten aus der Fachliteratur überprüft.

Das AFI feiert im kommenden Jahr den 30. Geburtstag. Welche Highlights stehen an? Greger: Danke auch für diese Erinnerung. Das AFI - Aluminium-Fenster-Institut - ist ein Verein zur Hebung der Information über Aluminiumfenster und -Fassaden. Seit 1987 setzen wir uns für die Werthaltigkeit von Gebäuden ein und informieren über die Vorteile von Aluminium-Profilsystemen unter Betrachtung des gesamten Lebenszyklus. Das eigentliche Highlight ist die Kontinuität und Qualität unserer Arbeit - erlebbar in unserer Kampagnen, Projekten und Architekturpreisen - und, dass die AFI-Richtung von Anfang an bis heute gestimmt hat und auch in Zukunft stimmen wird; sowohl für die Metallbaubrache als auch für Architekten und Bauherren. Das versetzt uns schon jetzt, ein Jahr vor dem 30iger in feierliche Stimmung.

Zum Unternehmen

Das Aluminium-Fenster-Institut (AFI) ist ein Verein, der sich seit 1987 zum Ziel gesetzt hat, den Informationsstand zu Alu-Fenstern und -fassaden zu heben. Um das zu erreichen, fördert das AFI die Kommunikation zwischen Architekten, Planern, Bauherren und Auftraggebern. Aus den Erkenntnissen, die das Aluminium-Fenster-Institut aus seiner Forschung und Kommunikationsarbeit zieht, ist die Gemeinschaftsmarke “Alu-Fenster” entstanden, die entsprechenden Fachbetrieben vergeben werden kann.