Immobilien Magazin

Mehr Fläche, mehr Wettbewerb

Der Büromarkt in Manila, der Hauptstadt der Philipinen, erweist sich als durchaus ambivalent. Mit steigender Neuflächenproduktion steigt auch der Leerstand. Trotzdem: Die Mieten in manchen Lagen steigen. Besonders China investiert.

Autor: Charles Steiner

Manila ist ein heißes Pflaster. Nicht nur wegen des mehr als umstrittenen philipinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, der Todesschwadronen gegen Drogendealer- und Konsumenten schickt und auch generell ein offenkundiges Problem damit hat, seine Zunge zu zügeln. Dennoch: Colliers International sieht im Office Market Outlook aus Q4/17 ein Wachstum im Büroimmobilienmarkt - auch, weil chinesische Investoren sehr stark investieren. Dennoch: Während die Neuflächenproduktion in den kommenden Jahren auf 900.000 m² steigt, steigt auch der Leerstand auf fünf bis neun Prozent. Allerdings - die Leerstandsrate wird von Colliers als respektabel bezeichnet. Der Grund: Büromieter haben mehr Büroflächen zur Auswahl, weswegen unter den Developern auch der Druck steigt, immer qualitativer zu bauen.

Die Spitzenmieten in den Toplagen liegen derzeit bei rund 15 Euro/m² bis 26 Euro/m². Und diese dürften im kommenden Jahr leicht ansteigen, in der Bay Area sogar etwas stärker. Als Grund gibt Colliers an, dass traditionelle Unternehmen aufgrund einer positiven Wirtschaftslage expandieren, zudem werden die Kontakte zu China weiter gestärkt. Das zeigt sich auch in großvolumigen Vermietungen, es habe einige Anfragen von Flächen von 20.000 bis 30.000 m² gegeben.

Risiken sieht Colliers allerdings bei der geplanten Steuerreform (TRAIN), die auf regionale Headquarter abzielen und die Reform TRAIN2, die sich auf Business Process Outsourcing (BPOs), also jenes Outsourcing ganzer Geschäftsbereiche auswirken könne.