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Mehr Office-Nachfrage in Wien

Im 3. Quartal Vermietung verdreifacht

Autor: Gerhard Rodler

Das dritte Quartal 2016 war laut CBRE am Wiener Büromarkt das stärkste seit dem vierten Quartal 2012: von Juli bis September wurden ca. 112.000 m² Büroflächen vermietet, rund 12 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2015 und mehr als dreimal so viel wie im dritten Quartal 2015.

Dienstleister waren 2016 am aktivsten und haben rund 34 Prozent der neu vermieteten Flächen übernommen, gefolgt vom öffentlichen Bereich (26 Prozent) und Handel (18 Prozent).

Die Spitzenmieten in der Wiener City liegen stabil bei 26,00 Euro/m²/Monat, während die Leerstandsrate aufgrund des nach wie vor limitierten Neuflächenangebotes auf 5,6 Prozent fiel.

Für das vierte Quartal 2016 werden Fertigstellungen von ca. 45.000 m² erwartet, die allerdings bereits zum Großteil vorvermietet sind. Daher wird die Vermietungsleistung im letzten Quartal des Jahres voraussichtlich auf ähnlichem Niveau wie in den ersten beiden Quartalen 2016 bei rund 60.0000 m² liegen. Während die Spitzenmiete stabil bleiben dürfte, könnte die Leerstandsrate bis zum Jahresende noch weiter sinken.

Brachte das zweite Quartal 2016 mit rund 807 Millionen Euro einen Rekordwert, so sind die Immobilieninvestitionen im dritten Quartal auf ca. 301 Millionen Euro zurückgegangen und liegen somit rund 54 Prozent unter jenen des Vergleichszeitraumes 2015 (ca. 654 Millionen Euro). Insgesamt wurden von Januar bis September 2016 Euro 1,7 Milliarden in österreichische Immobilien investiert, im Jahr 2015 waren es im selben Zeitraum knapp unter 2,0 Milliarden Euro .

Investiert wurde im dritten Quartal 2016 vor allem in Büros (45 Prozent) sowie in Mixed Used Immobilien (31 Prozent). Dies bedeutet eine Fortsetzung des Trends des ersten Halbjahres - Büros sind 2016 die beliebteste Assetklasse. Im dritten Quartal 2016 waren mit ca. 78 Prozent vor allem die österreichischen Investoren sehr aktiv.