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Messe soll nicht zu Klagenfurter Airport

Weiterer Dämpfer für Entwickler Lilihill

Autor: Charles Steiner

Seit Monaten ist bekannt, dass der Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens, die Lilihill Group, die Klagenfurter Messe am Flughafen ansiedeln will, stattdessen soll auf dem 100.000 m² großen Areal im Klagenfurter Zentrum ein Stadtquartier entstehen (immoflash berichtete). Doch aus dem Vorhaben wird vorerst nichts. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, die die Stadt Klagenfurt in Auftrag gegeben hatte und vom Österreichische Institut für Raumplanung (ÖIR) erstellt wurde, wird einer Umsiedlung der Messe abgeraten.

Eine Modernisierung des bisherigen Standorts würde, geht aus der Studie hervor, rund 30 Millionen Euro kosten, eine Übersiedlung zwischen 70 und 100 Millionen Euro. In der Studie ist damit die Option für den Verbleib - auch aufgrund der positiven Auswirkungen auf die Innenstadt - vorangereiht. Von den Studienverfassern wurde ebenfalls auf die Verkehrssituation eingegangen: „Entweder müssen Besucher, die in die Stadt wollen, hin und her geführt werden oder sie bleiben beim Flughafen, dann gehen Impulse für die Innenstadt verloren.

Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz sieht aktuell die Verlegung an den Flughafen kritisch: “ Es wäre verantwortungslos, diese an den Stadtrand zu bauen." Das auch mit dem Vorbehalt, dass der Stadt derzeit weder ein Businessplan noch Details zu den Plänen für den Flughafen vorliegen.

Die Lilihill Group hatte im Sommer die Pläne für die Erneuerung des Klagenfurter Flughafens präsentiert, an dem auch die Messe angesiedelt werden soll. Rund eine Milliarde Euro will der Entwickler in das Vorhaben stecken. Experten sehen diese Pläne kritisch. So erklärte Luftfahrtexperte Thomas M. Friesacher im aktuellen Immobilien Magazin, dass eine Messe in dem Bereich einen Status wie die Cebit haben müsste, um die Pläne am Klagenfurter Flughafen, das Passagieraufkommen auf eine Million zu erhöhen, erreichen zu können.