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Mieterbund bezweifelt die AK-Umfrage

Mehr als 90 Prozent zeigen kein Interesse an der "Umfrage Wohnen muss billiger werden"

Autor: Robert Rosner

Nach Angaben der Arbeiterkammer Wien haben 21.262 Menschen an der Wohnumfrage teilgenommen, das sind rund 3,1 Prozent von insgesamt 679.452 Wahlberechtigten zur Wiener Arbeiterkammerwahl, analysiert Mieterbund-Präsident Helmut Puchebner die seiner Meinung nach magere Antwortquote.

Puchebner folgert daraus, dass über 90 Prozent der Wiener Arbeitnehmer die dahinterstehenden Inhalte weitgehend ablehnen und erkannt hätten, dass diese als Wahlkampfthemen der AK-Mehrheitsfraktion ungeeignet sind, eine akzeptable Problemlösung für alle Wohnpartner herbeizuführen.

„So ist die AK-Forderung nach Deckelung der Mieten in Wahrheit unsozial, weil sie wieder zu erzwungenen Schwarzzahlungen der Mieter führt (wie vor Einführung der Richtwertmieten trotz Strafbestimmungen üblich) und weil wirklich Bedürftige aufgrund dieser schwer zu beweisenden Ablösen keine Subjektförderung erhalten werden. Diese ungesetzlichen Zahlungen verletzten auch die Interessen des Gemeinwesens, weil keine Steuern hierfür entrichtet werden und schließlich fehlen sie auch der für Reparaturen wichtigen Hauptmietzinsreserve“, spricht sich ÖMB-Präsident Puchebner gegen Vorschläge aus, die neben dem Ablöseunwesen wahrscheinlich auch verstärkt leer stehende Wohnungen bewirken.

Weiters schlägt der ÖMB der Wiener Arbeiterkammer vor, sich dafür einzusetzen, dass die Mieten bei refinanzierten Gemeindewohnungen (ab 1. April Euro 5,39 je m²) auf das Niveau der ausfinanzierten gemeinnützigen Wohnungen (ab 1.4. Euro 3,44 je m²) gesenkt werden - schließlich haben die Gemeinden mindestens den selben sozialen Auftrag wie die Gemeinnützigen Bauvereinigungen. - was zu einer Mietzinsreduktion von 1,95 Euro pro m² führen würde, also bei einer 70 m² Wohnung eine monatliche Entlastung von 136,50 Euro bedeutet.