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Kaufpreise ziehen stark an

Mietpreise entwickelten sich moderat

Autor: Charles Steiner

Wohnen wird teurer. Und zwar im Miet- und im Kaufsektor - wenngleich die Kaufpreise eine stärkere Preissteigerung erfahren haben als die Mietpreise. Das ist der Schluss, den der Immobilienpreisindex ImmoDEX von ImmobilienScout24 für den österreichischen Wohnimmobilienmarkt zieht. Diesem zufolge zogen die Preise bei gebrauchten Wohnungen österreichweit um knapp fünf Prozent an, bei neuen Wohnungen um 4,4 Prozent. Bei neuen Häusern liegt die Steigerungsrate bei 4,7 Prozent. Die höchsten Steigerungsraten wurden in den Speckgürteln verzeichnet: Häuser in Graz-Umgebung wurden um 10,8 Prozent teurer (312.000 Euro für 122 m²), in Wien-Umgebung um zehn Prozent (398.000 Euro für 128 m²). In Krems-Land waren für gebrauchte Wohnungen 11,3 Prozent (115.000 Euro für 69 m²) mehr zu bezahlen, in Wiener Neustadt 10,2 Prozent (272.000 Euro für 110 m²). Auch in St. Pölten waren signifikante Steigerungen zu verzeichnen - bei gebrauchten Wohnungen um 9,9 Prozent, bei neuen 10,2 Prozent. In Kärnten hat sich nach Jahren des Preisverfalls ein Erholungseffekt eingestellt, der mit einer Preissteigerung für gebrauchte Häuser um 6,2 Prozent und bei neuen Häusern um 6,7 Prozent einhergegangen ist. Einen kräftigen Schub erlebte auch Österreichs Westen - die Preise für neue Häuser kletterten um 9,3 Prozent, für neue Wohnungen um fünf Prozent.

Grund für diese Preisanstiege ist, laut ImmoDEX, die nach wie vor ungebrochene Nachfrage nach „Betongold“. Diesbezüglich sei die Nachfrage nach Eigentum in diesem Jahr um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Als Grund dafür nennt Christian Nowak, Geschäftsführer von ImmobilienScout24, die eher schwache wirtschaftliche Entwicklung und niedrige Zinsen, die Immobilien für viele als sicherer Hafen erscheinen lässt. In Zahlen gegossen: Drei Viertel der Österreicher würden, so Nowak, ein Eigenheim besitzen wollen.

Weniger stark als im Eigentumssektor entwickelten sich die Mietpreise. Bei neuen Mietwohnungen lag die Steigerungsrate bei den Angebotspreisen bei 3,4 Prozent und damit über der Inflationsrate. Die höchsten Preissteigerungen waren dabei in Niederösterreich (4,7 Prozent) gemessen worden. Bei gebrauchten Mietwohnungen lag die Steigerung bei moderaten 0,8 Prozent, einziger Ausreißer ist Tirol mit 3,9 Prozent.

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