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Millennials entern Immo-Markt

Und die haben eigene Bedürfnisse

Autor: Charles Steiner

20 Jahre nach dem Jahrtausendwechsel hat sich für den heimischen Immobilienmarkt eine neue Käuferschicht herausgebildet: Nämlich jene, die in der Zeit geboren sind, die Millennials. Diese stehen jetzt mitten im Arbeitsleben und treten auch verstärkt als Käufer auf, so eine aktuelle Trendprognose des Internetportals willhaben.at. Allerdings muss sich der Markt auf diese Gruppe einstellen, denn diese haben eigene Bedürfnisse, die sich von jenen der Vorgängergenerationen stark unterscheiden. Laut willhaben nehmen diese nämlich einzelne Schritte im Such- und Kaufprozess selbst in die Hand, adaptierte Dienstleistungen helfen dabei. Durch neue Marktteilnehmer im PropTech-Bereich dürfte sich dieser Trend noch weiter zuspitzen, denn damit entstehen auch neue Möglichkeiten, einzelne Prozessschritte selbst abzuwickeln. Für willhaben ist klar: Als Marktexperte müsse man sich noch klarer positionieren und auch ein erweitertes wie individuelles Service bieten.

Generell spielten visuelle und virtuelle Inhalte bei der Immobiliensuche eine wesentliche Rolle, ebenso wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning. Suchende erwarten sich immer mehr Inhalte, um eine Kaufentscheidung treffen zu können. Automatisierte digitale Prozesse werden sich dafür auf die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft auswirken, so willhaben (Stichwort BIM, Predictive Analytics, digitale Stadtplanung).

Dennoch: Am gefragtesten bleibt in Anbetracht europaweit gestiegener Immo-Preise natürlich leistbarer Wohnraum. Durchschnittlich kostet eine 60-85 m²-Wohnung in Wien bereits rund 278.000 Euro, zitiert willhaben Daten von IMMOunited. Auch im heurigen Jahr dürfte der Nachfrageüberhang nur schwer abgebaut werden. Branchenvertreter und Politik und Forschung sollten da Lösungen ausarbeiten, fordert willhaben.

Die gestiegenen Preise lassen aber Immobilien in der zweiten Reihe interessant werden, etwa die Region um die burgenländische Hauptstadt Eisenstadt. Generell würden immer mehr Menschen außerhalb des klassischen Speckgürtels aufsuchen.