Immobilien Magazin

Millennials prägen den Markt in Kenia

Das amerikanische Immobilienmakler-Franchise Re/Max hat nun auch den kenianischen Immobilienmarkt geentert. Dieser ist vor allem von einer riesigen Urbanisierungswelle und von anderen demographischen Verschiebungen geprägt.

Autor: Stefan Posch

Laut einer Untersuchung, die kürzlich von der kenianischen Immobilienplattform buyrentkenya.com veröffentlicht wurde, kann die Neuflächenproduktion in der Hauptstadt Nairobi sowie auch in den anderen Ballungszentren des Landes die stark steigende Nachfrage nicht auffangen. Das gilt sowohl für den Wohnimmobilienmarkt, als auch für gewerbliche Immobilien.

Der Immobilienmarkt wird dabei von zwei demographischen Umwälzungen beeinflusst. Zu einem geht ein großer Teil der Bevölkerung, die sogenannte Babyboomer, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden, in Pension. Somit wird die Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten sowie auch nach betreute Wohnformen stark ansteigen. Zum anderen haben Millennials - unter dem Stichwort Life, Work, Play - andere Ansprüche, was Wohnen, Arbeiten und Vergnügen betrifft. Das unterscheidet sich zwar nicht vom Westen, doch der Anteil an der Gesamtbevölkerung dieser Gruppe ist Kenia ungleich höher als in Europa, Amerika oder Ostasien. Das beeinflusst den Wohn-, Büro und Einzelhandelsbereich.

Ein Effekt ist, dass der Wiederverkauf einer Wohnimmobilie trotz des Nachfrageüberhangs oft nicht leicht ist. Denn für viele Millennials ist eines der in den Vororten reichlich vorhandenen Häuser der Vorgängergeneration nicht attraktiv. Der Einfluss der Young Professionals ist auch auf den Einzelhandel zu beobachten, der bis dato vor allem zwei Modelle kannte: Shops für Diskontware und jene für Luxuslabels. Laut der Studie werden aber große Einkaufszentren in den Städten immer wichtiger und erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit. Der Einzelhandelssektor im Allgemeinen leidet aber unter einer sinkenden Kaufkraft, einer alternden Infrastruktur und nicht zuletzt unter den Terrorattacken. Laut der Studie könnte sich deswegen, und auch aufgrund der starken Migrationsbewegung, der beste Standort von heute sich schon morgen als der schlechteste erweisen.

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