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Mit Bestellerprinzip wird MLS stärker

Vorstoß dürfte Maklerbranche umkrempeln

Autor: Charles Steiner

Das Bestellerprinzip, für das sich nu auch die ÖVP ausgesprochen hatte, dürfte für die heimische Maklerbranche einen kompletten Umbruch bedeuten.

Ein Thema, das im Zuge des Bestellerprinzips an Gewicht gewinnen würde, ist das sogenannte Multiple Listing Service, kurz MLS. Diese Form von Gemeinschaftsgeschäften zwischen kooperierenden Maklern, wonach jeder Teilnehmer Zugriff auf Objekte anderer hat, ist schon seit einiger Zeit von mehreren Akteuren - Wirtschaftskammer, Immobilienring wie auch Imabis und viele mehr - angestoßen worden, worauf mehrere Initiativen mit konkreten Projekten entstanden sind. Georg Spiegelfeld, Präsident des Immobilienrings, warnt, dass im Zuge des Bestellerprinzips "Tausende Makler arbeitslos würden", weswegen MLS zu einer drängenden Frage wird, um diesen Umstand abzufedern: "Nachdem der Konkurrenzkampf zwischen den Maklern besonders in Wien sehr stark ist, sind diese auch dazu übergegangen, vom Abgeber keine Provision zu verlangen. So hatten auch kleinere Unternehmen die Chance, zu überleben. Das wird sich durch das Bestellerprinzip allerdings ändern. Damit wird für einige MLS auch zur Überlebensfrage werden."

Der im Vorjahr vom Immobilienring, WKO und ÖVI gestartete MLS-Marktplatz befinde sich derzeit in der finalen Testphase, im Herbst soll es für alle Makler geöffnet werden können, sagt Spiegelfeld. Die B2C-Plattform dazu, "look4immo", soll im Laufe des 4. Quartals fertiggestellt werden.