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Modefirmen gehen stationär & online

Flächennachfrage übersteigt das Angebot

Autor: Gerhard Rodler aus Cannes

Die Entwicklung des E-Commerce hat die Konsumwelt verändert. Benötigt der Einzelhandel überhaupt noch Ladenflächen? „In den begehrten Toplagen Berlins beispielsweise übersteigt die Nachfrage das knappe Angebot bei Weitem“, berichtet Marcus Kötschau, Teamleiter Retail Services bei Engel & Völkers Commercial Berlin anlässlich der MAPIC in Cannes. Dort liegen die Spitzenmieten vereinzelt bereits bei 310 Euro pro Quadratmeter. Bei der unüberschaubaren Vielfalt im Netz gewinne aber auch die richtige Markenpositionierung an Bedeutung. Zunehmend bauen daher sowohl die großen Handelsketten als auch viele bekannte Herstellermarken ihre Online-Aktivitäten selbst immer weiter aus und setzen konsequent auf eine Multi-Channel-Strategie. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen stationär initiiertem und online generiertem Umsatz immer mehr. Seiner Meinung nach gilt dies erst recht für internationale Modekonzepte. „Sie sind zwingend auf Ladengeschäfte in den Hot Spots der deutschen Einzelhandelslandschaft angewiesen, um die Marke überhaupt erst bekannt zu machen und das dahinterstehende Lifestyle-Konzept an die gewünschte Zielgruppe zu vermitteln.“ Weiterhin sind es bekannte und namhafte Markenartikelhersteller aus dem mittleren bis gehobenen Konsumbereich wie etwa Lacoste, Longchamp, Picard, Michael Kors oder Swatch, die sich mit ihren Markenstores in bester Innenstadtlage präsentieren.