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In München wird die Luft dünner

Investments liegen ein Viertel unter Vorjahr

Autor: Gerhard Rodler

In den ersten drei Quartalen 2016 wurde im Münchener Marktgebiet ein Investitionsvolumen von gut 3,21 Milliarden Euro registriert. Im Vergleich liegt das Ergebnis damit rund ein Viertel unter dem Vorjahreswert. Bundesweit belegt München fast gleichauf mit Frankfurt Platz zwei und muss sich nur der Hauptstadt Berlin geschlagen geben. Verantwortlich für das geringere Investitionsvolumen ist vor allem ein nicht ausreichendes Angebot, insbesondere im großvolumigen Marktsegment. Der Rückgang der Renditen hat sich auch im dritten Quartal fortgesetzt. Die Spitzenrendite für Büroobjekte liegt aktuell bei nur noch 3,30 Prozent und ist in den letzten zwölf Monaten um 55 Basispunkte gesunken. Für Geschäftshäuser in den besten Lagen sind aktuell 3,25 Prozent anzusetzen, die in Einzelfällen aber auch unterschritten werden können. Nach einer etwas längeren Stabilisierungsphase haben auch die Logistikrenditen weiter nachgegeben und liegen in der Spitze bei 5,05 Prozent und damit nur noch knapp über der 5-Prozent-Schwelle.

Wie auch im Vorjahr haben sich Büroobjekte an die Spitze aller Assetklassen gesetzt und fast zwei Drittel (65 Prozent) zum Gesamtergebnis beigetragen. Auf Platz zwei folgen Einzelhandelsimmobilien mit knapp 15 Prozent. Deutlich zugelegt hat die Kategorie Sonstige, die mit gut zehn Prozent ebenfalls zweistellige Umsatzanteile auf sich vereinen konnte. Dahinter verbergen sich insbesondere Entwicklungsgrundstücke, was als Indiz dafür gedeutet werden kann, dass der Markt auf das knappe Angebot, vor allem im Bürosegment, zu reagieren scheint. Etwas verloren haben Hotels mit knapp sechs Prozent, wohingegen Logistik-Investments nicht nur ihren Anteil (fünd Prozent) steigern konnten, sondern auch absolut zugelegt haben.

Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.