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München knackt Fünf-Milliarden-Grenze

Bestes Ergebnis seit 2007 im dritten Quartal

Autor: Charles Steiner

Auch in der bayerischen Landeshauptstadt läuft der Investmentmarkt rund. Bereits in den ersten drei Quartalen wurden in München 5,08 Milliarden Euro investiert - seit weit mehr als zehn Jahren das beste Ergebnis überhaupt. Nur 2007 ist dort mehr investiert worden. Damit ist München auch der stärksten Standort nach Berlin, wie aus einer aktuellen Analyse von BNP Paribas Real Estate hervorgeht.

Getragen wurde dieses Ergebnis vor allem durch Großdeals im dreistelligen Millionenbereich, die gut 40 Prozent des Gesamtvolumens ausgemacht hatten. Die mit Abstand größte Transaktion im ersten Halbjahr sei die Beteiligung am Siemens-Campus in Neuperlach. Aber auch die Verkäufe des Ludwigs und des Kustermannparks konnten deutlich mehr als 300 Millionen Euro einfahren. Die Kategorien zwischen 50 und 100 Millionen Euro sowie von 25 bis 50 Millionen Euro steuerten jeweils gut 14 Prozent zum Ergebnis bei. Kleinere Verkäufe bis 25 Millionen Euro seien insgesamt mit gut 11 Prozent beteiligt.

Büro bleibt Assetklasse Nummer eins in München, gut 70 Prozent des Transaktionsvolumens flossen in diese Anlageklasse. Allein acht der oben genannten großvolumigen Einzelverkäufe seien dieser Assetklasse zuzurechnen. Auf Platz zwei folgen Einzelhandelsobjekte, mit gut 13 Prozent, wobei der mit Abstand überwiegende Teil aus anteilig eingerechneten Portfolioverkäufen resultiert. Überproportional fällt mit knapp 8 Prozent auch der Anteil von Logistik-Investments aus, wohingegen Hotels aufgrund eines mangelnden Angebots lediglich auf gut 2 Prozent kommen.

Wie in Berlin sind auch in München die Renditen weiterhin auf Talfahrt, die Spitzenrendite habe noch einmal um fünf Basispunkte nachgegeben und kamen auf 2,75 Prozent zum Stehen. Im Logistiksegment sind ebenfalls nur mehr 3,8 Prozent Spitzenrendite drin, zehn Basispunkte weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Für Geschäftshäuser in

Highstreet-Lagen zeigen sie sich aktuell mit 2,80 Prozent stabil. Für das heurige Jahr erwartet BNP Paribas Real Estate, dass erstmals die Sieben-Milliarden-Schwelle überschritten werden könnte.