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München wird Drehscheibe

Nachfrage am Logistikmarkt zieht an

Autor: Gerhard Rodler

In den ersten drei Quartalen 2013 belief sich der Flächenumsatz im Münchener Logistik- und Lagerflächenmarkt auf 170.000 m². Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresergebnis entspricht dies einem Rückgang um etwa 11 Prozent. Auch der langjährige Durchschnitt wurde um knapp 18 Prozent verfehlt. Die im Vergleich zu den Vorjahren etwas veränderte Nachfragestruktur zeigt sich auch bei der Branchenverteilung. Nachdem bislang entweder Industrieunternehmen oder Logistikdienstleister am meisten Flächen abgenommen hatten, haben sich im laufenden Jahr Handelsunternehmen mit klarem Abstand an die Spitze gesetzt. Sie kommen auf einen Anteil von knapp 57 Prozent am Gesamtumsatz. Hier spiegelt sich vor allem die steigende Nachfrage im Bereich E-Commerce sowie von Kurier-, Express- und Paketdienstleistern wider. Mit einem Anteil von gut 19 Prozent folgen Logistikdienstleister auf dem zweiten Rang. Nur knapp 13 Prozent tragen die in München traditionell starken Industrieunternehmen zum Ergebnis bei, wofür vor allem die bislang schwache Nachfrage der Automobilbranche verantwortlich ist. Insgesamt war eine relativ ausgeglichene Beteiligung aller Größenklassen zu beobachten. Nach wie vor am meisten umgesetzt wurde mit kleinen Flächen bis 3.000 m², auf die ein Anteil von knapp 36 Prozent entfällt, was für ein insgesamt lebhaftes Marktgeschehen spricht. Bereits mit deutlichem Abstand folgen dann Großverträge über 20.000 m², die knapp 24 Prozent zum Ergebnis beitragen. Die übrigen Kategorien kommen jeweils auf Anteile zwischen 11 und 13 Prozent. Die einzige Ausnahme stellt die Klasse von 8.000 bis 12.000 m² dar, die für lediglich 5 Prozent des Flächenumsatzes verantwortlich ist.

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