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Münchener Investmentmarkt gibt Gas

Aber es wird nochmals teurer

Autor: Gerhard Rodler

Die Dynamik des Münchener Investmentmarkts hat sich auch 2016 unvermindert fortgesetzt. Mit einem Transaktionsvolumen von 6,37 Milliarden Euro wurde nicht nur das bereits sehr gute Vorjahresergebnis um rund sechs Prozent übertroffen, sondern auch der siebte Umsatzanstieg in Folge erzielt und der zehnjährige Durchschnitt um 59 Prozent überboten. Nur 2007 lag das Ergebnis noch etwas höher. Dies ergibt der Investmentmarktreport 2017, den BNP Paribas Real Estate Mitte Februar veröffentlichen wird. Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot ist es nicht verwunderlich, dass die Renditen im Jahresverlauf 2016 weiter spürbar nachgegeben haben. Zu beobachten war diese Entwicklung in allen Marktsegmenten und Lagen, besonders ausgeprägt aber für Büroobjekte. Die Spitzen-Netto-Anfangsrenditen haben hier im letzten Jahr um 35 Basispunkte auf aktuell 3,30 Prozent nachgegeben. Damit bleibt München, gemeinsam mit Berlin, wo die Rendite im letzten Quartal noch einmal gesunken ist, auch weiterhin der teuerste Standort Deutschlands.

Aber auch im Logistiksektor hat sich die Yield Compression fortgesetzt. Mit 5,05 Prozent liegt die Spitzenrendite hier 15 Basispunkte niedriger als noch ein Jahr zuvor. In der gleichen Größenordnung bewegt sich der Rückgang bei Geschäftshäusern in den besten Lauflagen der Fußgängerzonen. Hier ist die Spitzenrendite im vergangenen Jahr auf 3,25 Prozent gesunken.