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Münchner Büromarkt gibt Gas

Mehr Mietnachfrage, viel weniger Leerstand

Autor: Gerhard Rodler

Eine gute Nachricht für alle Developer, die derzeit in München neue Büroflächen entwickeln. Zu dieser eher überschaubaren Gruppe zählt übrigens auch die österreichische UBM-Gruppe, die beipielsweise ein aktuelles Projekt am Leuchtenbergring in Bau hat. Jedenfalls spiegelt sich die im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Konjunktur auch in der positiven Entwicklung des Münchener Büromarkts wider. Mit einem Flächenumsatz von 501.000 m² konnte der Vergleichswert aus 2014 um gut 23 Prozent übertroffen werden. Damit liegt das Ergebnis nahezu exakt im zehnjährigen Durchschnitt. Der Leerstandsabbau hat sich auch in den vergangenen zwölf Monaten rasant fortgesetzt. Mit knapp 1,08 Millionen m² liegt er gut 14 Prozent unter dem Vorjahreswert und erreicht das niedrigste Niveau der letzten 13 Jahre. Erfreulicherweise haben sich die modernen Leerstände im gleichen Zeitraum um rund 6 Prozent auf 347.000 m² erhöht. Trotzdem entfällt nur knapp ein Drittel des Gesamtangebots auf dieses besonders stark nachgefragte Marktsegment. Diese Entwicklung spiegelt sich in der Leerstandsquote wider, die im gesamten Marktgebiet auf 5,3 Prozent gesunken ist. Nur bezogen auf das Stadtgebiet liegt sie sogar nur noch bei 4,0 Prozent - so niedrig wie seit 2002 nicht mehr.

Trotz des starken Leerstandrückgangs ist die Bautätigkeit moderat. Mit 337.000 m² befinden sich 15 Prozent weniger Büroflächen im Bau als vor einem Jahr. Die dem Vermietungsmarkt noch zur Verfügung stehenden Flächen haben sogar um über 22 Prozent auf 147.000 m² abgenommen, was einem Anteil von weniger als 44 Prozent am Gesamtvolumen entspricht. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.