Immobilien Magazin

Mut zur Schönheit - nein zur Verschandelung

In seinem Vortrag „Mut zur Schönheit - Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs“ spricht anlässlich des Bundestages der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der ZIB-Anchorman Tarek Leitner über Bausünden in Österreich.

Autor: Charles Steiner

Leuchtreklame, Lärmschutzwände, Autobahnknoten, Tankstellen, Einkaufszentren. Alles notwendig, findet der ZIB-Moderator Tarek Leitner bei seinem Vortrag anlässlich des 43. Bundestags der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Nur: Schön sind diese Dinge nicht immer. Leitner hatte kürzlich ein Buch mit dem Titel „Mut zur Schönheit - Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs“ verfasst und geht dort auf entsprechende Bausünden ein. Denn diese machen krank, so Leitner in seinem Vortrag. „Die Räume, die wir geschaffen haben, sind selten jene, die, die man sich zuvor vorgestellt hat.“ Zum Beispiel das Parissyndrom. „Eine wunderschöne Stadt, weltweit bekannt dafür. Aber wenn man vom Flughafen in die Innenstadt fährt, wird diese Optik meist verborgen - durch bauliche Maßnahmen, die zwar alle einen bestimmten Zweck erfüllen müssen, aber eben nicht schön sind. Überall gibt es schöne Ausschnitte. Man muss allerdings die Umgebung ausblenden. Das ist schade.“

Den Schluss, den er zieht: im Namen der „Wirtschaftlichkeit“ würde man vielfach akzeptieren, dass der Raum, in dem unser alltägliches Leben stattfindet, verunstaltet wird. „Umfahrungsstraßen, an denen Tankstellen und Fast-Food-Ketten stehen, Leuchttafeln und Lärmschutzwände, Baumärkte und Autobahnknoten verstellen uns den Blick auf Schönes.“ Beispiel: Der Straßenbau: „18 Meter pro Kopf in Österreich, in Deutschland sind es etwa acht“, so Leitner.

Er möchte die Leser, beziehungsweise die Zuseher, beim Bundestag daraufhin sensibilisieren, genauer hinzusehen - und eventuell darüber nachzudenken, ob man manche Maßnahmen auch wirklich braucht.