immoflash

Mutigere Immobilien-Investoren

Starke Nachfrage aus Osteuropa nach Hotelimmobilien

Autor: Robert Rosner

Gar nicht einmal so schlechte Aussichten für das Immobilieninvestmentgeschäft im Neuen Jahr. Der Immobilieninvestmentmarkt wird 2014 im Wesentlichen von zwei Faktoren geprägt werden: Den anhaltend niedrigen Zinsen und dem wieder anspringenden Vermietungsmarkt im Bereich gewerblicher Immobilien, insbesondere Büros. Die niedrigen Zinsen werden dafür sorgen, dass das Preisniveau für erstklassige Objekte mit Spitzenrenditen von 5,0 bis 5,25 Prozent im Bürosegment auf hohem Niveau stabil bleibt. Die steigenden Vermietungszahlen machen hingegen auch Objekte außerhalb des Topsegments wieder interessant. „In den vergangenen drei Jahren waren Objekte auch mit nur geringem Leerstand sehr schwer verkäuflich. Jetzt beginnen die Investoren, das wieder entspannter zu sehen, weil wieder mehr Mietinteressenten auf dem Markt sind und Leerstände daher kein unlösbares Problem, sondern manchmal sogar eine Chance sind“, erklärt Franz Pöltl, Geschäftsführer der zur EHL-Gruppe zählenden EHL Investment Consulting. „Das wird das Preisniveau und das Marktvolumen bei Objekten der zweiten Kategorie positiv beeinflussen.“ Nichtsdestoweniger erwartet Pöltl, dass der Trend zu Umnutzungen von Büroobjekten für Wohnzwecke anhalten wird. Dieser Trend werde nach den Toplagen im Stadtzentrum verstärkt auch durchschnittliche Lagen erfassen. „Die Entwickler sind gut beraten, wenn sie sich daran erinnern, dass es auch unter 5.000 Euro pro Quadratmeter einen Markt gibt, auf dem man Geld verdienen kann und der vielleicht auch weniger riskant als der Luxusmarkt ist.“ Im Einzelhandelssegment wird die Aufwertung und Erweiterung von Bestandsobjekten, insbesondere bei Fachmarkt- und Einkaufszentren, interessante Perspektiven eröffnen, wenn sich die Prognosen von EHL erfüllen sollten. Bei Hotelimmobilien wiederum wird demnach der Markt durch das starke Interesse osteuropäischer, vor allem russischer, Investoren getrieben.