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Nachfrage nach Immo-Krediten hoch

Wenn nur die Banken nicht auf die Bremse drücken würden

Autor: Charles Steiner

Die Zinsen sind nach wie vor niedrigst und die Nachfrage nach Immobilien immer noch ungebrochen hoch - wie auch die Nachfrage nach Wohnungs- und Eigenheimkrediten. Wenn da nicht die Banken auf die Bremse drücken würden, wie am Freitag von der Branche in den immo7 News kritisiert wurde. Jedenfalls: Laut dem österreichischen Kreditvermittlungsportal Creditnet.at hat die Coronapandemie keinerlei Einbußen bei der Kreditnachfrage verzeichnet. Im Gegenteil: Sie ist sogar gestiegen: In den vergangenen Monaten sind die Anfragen bei Creditnet.at um ein Viertel und auch das Kreditvolumen pro Kunde hat um beachtliche 30 Prozent zugelegt, so Alexander Meixner, Prokurist von Creditnet.at: „Trotz der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation zeigen sich derzeit noch wenig Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und damit auch auf die Nachfrage nach Wohnungs- und Eigenheimkrediten.“ Allerdings sind die Bonitäts- und Liquiditätsprüfungen auf Bankenseite schärfer geworden, so Meixner: „Heute werden höhere Eigenmittelanteile von mindestens 20 Prozent zuzüglich Nebenkosten erwartet. Hinzu kommen auch verstärkt Branchenzuschläge.

Zudem wurden die maximalen Kreditlaufzeiten deutlich gekürzt. Aktuell gibt es nur wenige Banken, die noch Laufzeiten über 35 Jahre anbieten.“ Laut Meixner würden aber Kunden mit einer guten Bonität im variablen Bereich Kreditzinsen unter 0,5 Prozent im Jahr erhalten, Fixzinskredite ab 1,3 Prozent.