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Anzeige wegen Danube Flats-Widmung

Soravia sieht bei Widmung maximale Transparenz

Autor: Stefan Posch

Der Wahlkampf hat schon längst die Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) im Wiener Magistrat für Flächenwidmung (MA 21) eingenommen. Die Neos haben nun eine Sachverhaltsdarstellung zu der Flächenwidmung für die Danube Flats eingebracht. Eine Aufwertung des Bauplatzes an der Reichsbrücke von Kategorie V (Bauhöhe 26 Meter) zu einem Hochhaus mit 163 Metern sei vor allem von Christoph Chorherr stark unterstützt worden, heißt es in einer Aussendung der Partei. Auch Erwin Soravia würde zu den bekannten Spendern an Ithuba gehören. Christoph Chorherr habe wiederum nach seinem Ausscheiden aus der Politik beruflich bei Erwin Soravia angedockt. "Sind diese Zusammenhänge wirklich alle zufällig? Wir möchten im Fall Danube Flats restlose Aufklärung - daher ergeht eine Sachverhaltsdarstellung an die Wirtschafts- und Korruptions-Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungsbehörden haben als Einzige die Möglichkeit, alle Dokumente und Akten zu durchleuchten. Es sollte auch im Sinne der Grünen sein, wenn alles auf den Tisch kommt", so Neos Wien Klubobmann Christoph Wiederkehr.

Soravia stellt in einem dem immoflash übermittelten Statement klar, dass "der gesamte Widmungsprozess mit maximaler Transparenz und exakt nach Vorschrift abgehandelt" worden sei. Sämtliche Grundlagen der Baugenehmigung inklusive der Flächenwidmung sowie die zugehörigen Verfahrensschritte seien in zweiter Instanz durch das Verwaltungsgericht eingehend geprüft und die ordnungsgemäße Abwicklung des Widmungsverfahrens und der Baugenehmigung umfassend bestätigt worden.

Die an das Projekt Ithuba gespendete Summe sei von der Mutter von Erwin Soravia, Frau Helga Soravia, im Zuge des Begräbnisses ihres Mannes im September 2015 für einen guten Zweck gesammelt worden. Zur Spende an Ithuba sei es auf Empfehlung des ehemaligen Bezirksvorstehers von Spittal an der Drau und rotarischer Freund von Herrn Soravia Senior gekommen. Das Projekt Ithuba sei ihm bekannt gewesen, da die FH Spittal an der Drau ein Objekt für Ithuba geplant und umgesetzt habe. "Es handelte sich um private Spenden der Begräbnis-Gäste, das Unternehmen war weder involviert noch informiert", heißt es weiter.

Herr Chorherr wurde laut der Soravia nach seinem Ausscheiden aus der Politik ersucht, das Unternehmen als freier Berater in den Bereichen geförderter Wohnbau, ökologisch nachhaltige Bauten sowie neue Nutzungskonzepte zu unterstützen. "Seine Expertise und sein Know-how werden hier sehr geschätzt und die Zusammenarbeit wird auch weiterhin bestehen bleiben", so das Unternehmen.

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