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Neue Chancen im Wohnbau

Demografische Entwicklung und Energieeffizienz

Autor: Gerhard Rodler

Die demografische Entwicklung führt auch in Deutschland zu einer unaufhaltsamen Alterung der Gesellschaft. Liegt der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung aktuell bei 21 Prozent, so wird dieser im Jahr 2060 voraussichtlich rund 34 Prozent betragen. Entsprechend nimmt auch die Anzahl der Haushalte in Deutschland zu – um mehr als 2 Prozent bis 2025. Denn immer mehr ältere Menschen leben allein in kleineren Immobilien. Ebenfalls steigt die Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen.

Für Wohnimmobiliengesellschaften in Deutschland bedeutet dies Marktchance und Herausforderung zugleich, so das Ergebnis der neuen Studie „Trends im Markt für Wohnimmobilien“ von Roland Berger Strategy Consultants. Dafür wurden Führungskräfte von kommunalen sowie privaten Wohnimmobiliengesellschaften mit einem Bestand von mehr als 30.000 Wohnungen befragt. „Immobiliengesellschaften haben diesen wichtigen Trend bereits erkannt und passen ihr Immobilienportfolio entsprechend an“, sagt Roland Berger-Partner Torsten Henzelmann. „Dafür benötigen sie aber auch eine ausgewogene Finanzierungsstrategie – egal, ob sie eher auf Neubau oder auf Sanierung der Bestände setzen.“ Demografischer Wandel, zunehmende Urbanisierung und der Trend zu Singlehaushalten führen in Deutschland zu weiterhin steigender Nachfrage nach mehr, zumeist kleineren Wohnimmobilien. Immobiliengesellschaften haben bereits begonnen, darauf zu reagieren und bauen ihre Bestandsimmobilien um bzw. sanieren Altbestände. Dabei liegt der Fokus auf altersgerechten Wohnmöglichkeiten, um die Fluktuation von Mietern auch im Alter so gering wie möglich zu halten.