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Neue Gesetze in Tschechien

Verbesserungen für die Immobilienbranche

Autor: Gerhard Rodler

Mit Anfang 2014 hat Tschechien sein Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) stark an die westlichen Rechtssysteme angepasst. Besonders positiv davon betroffen sind das Vertrags- und Immobilienrecht. „Diese neuen Gesetze machen den tschechischen Immobilienmarkt wesentlich transparenter und somit für ausländische Investoren attraktiver“, erklärt Markus Arnold, Chef von Arnold Immobilien. Positive Auswirkungen für Investoren Das neue BGB hat in Tschechien den altlateinischen Grundsatz „superficies solo credit“, d.h. das Gebäude ist Bestandteil des Grundstücks, wiederhergestellt. Von 1950 bis Ende 2013 galt nämlich in Tschechien getrenntes Eigentumsrecht von Gebäuden und Grundstücken, was speziell bei ausländischen Investoren immer wieder Verwirrung stiftete. Diese Verschmelzung in ein Rechtssubjekt, wie das auch in allen anderen westlichen Ländern üblich ist, sorgt für wesentlich mehr Transparenz am tschechischen Immobilienmarkt. Zudem werden dadurch auch Hypothekarfinanzierungen erleichtert. Auch Transaktionen innerhalb von Unternehmen sind einfacher geworden. Bisher musste für Immobilien Transaktionen, die innerhalb eines Konzerns durchgeführt wurden, der Kaufpreis von einem gerichtlichen Gutachter ermittelt werden. Teilweise entfällt auch diese strenge Regelung.