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Neuer Bieter für CA Immo

s Immo rittert gegen Immofinanz

Autor: Gerhard Rodler

Das Bieterringen rund um den derzeit zur Disposition stehenden de facto einzigen Kernaktionär der CA Immo, die Bank Austria, ist um eine Facette reicher: Nach der Immofinanz ist gestern, Dienstag, Abend auch die deutlich kleinere s Immo AG in den Ring gestiegen. Ein verbindliches Angebot für den Erwerb der 16,35 %-Beteiligung der UniCredit Bank Austria AG an der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft wurde abgegeben. Damit wird auch die Position der Immofinanz relativiert, die bis vor kurzem noch als aussichtsreichster österreichischer Kandidat für eine Übernahme der CA Immo-Aktien gegolten hatte. Dem Vernehmen nach hatte Immofinanz-CEO Eduard Zehetner persönlich die wichtigsten Objekte der CA Immo in Deutschland unter die Lupe genommen. Außerdem werden auch noch einige internationale Finanzinvestoren als mehr oder weniger aussichtsreiche Übernahme-Interessenten angesehen. Auch solche, die bereits in Österreich am Immobilienmarkt aktiv sind. Für die beiden österreichischen Immo AGs würde die CA Immo-Beteiligung jeweils durchaus auch strategisch Sinn machen, da die CA Immo mit dem Erwerb dieser 16,35 Prozent der Aktien de facto „regierbar“ ist. Das Grundkapital der CA Immo beträgt aktuell 639.190.853,51 Euro und verteilt sich auf vier Namensaktien sowie 87.921.709 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, die im Prime Market der Wiener Börse notieren. Die Namensaktien werden von UniCredit Bank Austria AG gehalten, die mit einer Beteiligung von rund 18 Prozent seit 2007 (damals mit ca. 11 Prozent) als Kernaktionär der CA Immo gilt. UniCredit Bank Austria AG stellte in den vergangenen Jahren auch die Mehrheit des in der Hauptversammlung vertretenen Kapitals. Darüber hinaus sind keine Aktionäre bekannt, die eine Beteiligung von mehr als 4 Prozent bzw. 5 Prozent halten. Die übrigen Aktien der CA Immo (rd. 82 Prozent des Grundkapitals) befinden sich im Streubesitz von institutionellen und privaten Investoren, wovon mit rd. 77 Prozent die Mehrheit aus Österreich stammt. Mit rund 50 Prozent sind dies Privataktionäre. Bei den institutionellen Investoren überwiegt nach wie vor der Anteil an wertorientierten Investoren vor jenen, die sich ausschließlich an Dividendenrenditen orientierten.