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Nicht alles, was Immobilie ist, glänzt

Investment boomt, Industriemarkt erholt sich,

Autor: Gerhard Rodler

Was den Immobilienmarkt in Österreich 2015 bewegt ist eine erhebliche Nachfrage an Investmentobjekten und eine sehr reduzierte Neuvermietung. Dies geht aus dem aktuellen von Colliers International veröffentlichten Marktbericht für Österreich hervor. Während die Preise vorerst stabil bleiben, hat die Krise in der Ukraine und die Unsicherheit über die Zukunft Europas am Wiener Immobilienmarkt voll eingeschlagen und zu einem spürbaren Rückgang der Nachfragen vor allem bei Wohnungen und Geschäftsflächen geführt.

Nachdem 2014 noch das Jahr der Shoppingcentereröffnung war, ist die Nachfrage 2015 - vor allem im Luxussegment - deutlich zurückgegangen. Auch Online hat sich bereits bemerkbar gemacht. Die mit Ende 2015 erwartete Fertigstellung von knapp 200.000 m² an neuen Büroflächen ist zwar die höchste Fertigstellungsleistung der vergangenen Jahre, wenn gleich diese bereits zu 100 Prozent durch Vorvermietungen vergeben sind. Echte Neuflächen haben keinen Weg auf den Büromarkt gefunden. Die Anforderungen an Gewerbeliegenschaften werden immer höher, jedoch auch dementsprechend bezahlt. Neben modernen Flächen mit Flexibilität und hohen Räumen sind vor allem die Nähe zu den Absatzmärkten und die zentrale und verkehrsgünstige Lage der Liegenschaft von großer Bedeutung. Die Mietpreise für moderne Liegenschaften sind weiterhin stabil, wohingegen mit einer deutlichen Mietreduktion bei älteren Betriebsobjekten zu rechnen ist.

Obwohl das Investmentvolumen im ersten Quartal 2015 deutlich geringer ausfällt als das des Vorjahres, bleibt das Interesse an österreichischen Immobilien ungebrochen hoch. Für 2015 wird von einem Gesamtvolumen zwischen 3,2 Mrd und 3,5 Mrd Euro ausgegangen (+19 Prozent im Vergleich 2014). Der Trend weg von der Büroimmobilie und hin zur Hotel- und Wohnimmobilie hat sich 2015 fortgesetzt. Durch den Abschluss von städtebaulichen Verträgen im Frühjahr 2015 wurden erstmals private Grundeigentümer und Projektwerber mit den Kosten für die Errichtung von Infrastruktur belastet