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Niedrige Renditen im hohen Norden

Investvolumen um 62 % über Durchschnitt

Autor: Gerhard Rodler

Der Hamburger Investmentmarkt setzt seinen Aufwärtstrend weiter fort und verbucht zum Ende des ersten Halbjahres ein Transaktionsvolumen von 2,13 Milliarden Euro. Damit werden das Vorjahresergebnis um 16 Prozent und der langjährige Durchschnitt sogar um 62 Prozent übertroffen. Im deutschlandweiten Vergleich kann Hamburg sich sogar die Führungsspitze vor München (2,09 Milliarden Euro) und Berlin (2,06 Milliarden Euro) sichern. Die am Hamburger Markt traditionell wichtigste Assetklasse Büro ist, trotz einer Abnahme um 16 Prozentpunkte, immer noch für über die Hälfte des Gesamtinvestitionsvolumens verantwortlich und führt damit das Ranking an. Die Sammelkategorie Sonstige, hinter der sich unter anderem Entwicklungsgrundstücke und gemischt genutzte Objekte verbergen, kann sich nur ganz knapp den zweiten Platz mit 17,5 Prozent vor Einzelhandelsimmobilien sichern.

Durch ein leicht gestiegenes Angebot verbuchen Retailobjekte Zugewinne von 5 Prozentpunkten und sind auf dem dritten Rang mit anteiligen gut 17 Prozent zu finden. Dem schließen sich Hotels mit knapp 9 Prozent an, gefolgt von Logistikobjekten mit rund 5 Prozent.

Der vermehrte Druck auf die Renditen bei Premiumobjekten ist seit einigen Jahren sowohl bundesweit als auch in Hamburg zu beobachten. Vor diesem Hintergrund haben in den vergangenen sechs Monaten die Netto-Spitzenrenditen für Büroobjekte noch einmal um 25 Basispunkte nachgegeben und liegen aktuell bei 3,75 Prozent. Ähnlich sieht die Entwicklung bei Geschäftshäusern aus, wo die Rendite um 15 Basispunkte gesunken ist und 3,60 Prozent beträgt. Hingegen haben Logistikimmobilien seit Jahresbeginn ihr Niveau gehalten und notieren bei 5,25 Prozent. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.