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Niedrigzinsen befeuern Immo-Comeback

Vorkrisenniveau soll bereits 2022 erreicht werden

Autor: Charles Steiner

Anders als bei der Subprime-Krise 2007 und 2008 werden die Immobilienmärkte trotz Coronakrise rasch wieder ein Comeback erleben, rechnet CBRE in einer aktuellen Analyse - und das aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen der EZB. Der globale Immodienstleister schätzt in seinem aktuellen EMEA Mid-Year Outlook ein, dass man bereits 2022 wieder Vorkrisenniveau erreichen werde. Jos Tromp, Head of Research Continental Europe bei CBRE erklärte, dass der letzte Zyklus abrupt durch die Coronakrise geendet hatte, weswegen Investoren kurzfristig ihre Geschäftstätigkeiten reduziert hatten: „Allerdings ist das Zinsniveau nach wie vor niedrig und es steht viel ungebundenes Kapital zur Verfügung - gute Voraussetzungen für ein Comeback einzelner, resilienter Assetklassen.“ Damit sind besonders Logistik- und Wohnimmobilien gemeint, während die Herausforderungen für Einzelhandels- und Hotelimmobilien andauern dürften.

CBRE prognostiziert für heuer, dass die gesamten europäischen gewerblichen Immobilieninvestitionen gegenüber dem Vorjahr um 30 bis 40 Prozent sinken werden. Dennoch werde das Investitionsniveau voraussichtlich im Jahr 2022 wieder auf dem Niveau wie vor der Pandemie sein, vorausgesetzt, die Märkte werden nicht neuerlich auf die Probe gestellt.

Ebenso glaubt CBRE, dass auch wenn sich die Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2020 erholen werde, die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft durch den Lockdown so gravierend waren, dass das BIP in der Eurozone im Schnitt um 8,3 Prozent sinken wird.

Es werde voraussichtlich bis 2022 dauern, bis das BIP in der Euro Zone wieder auf dem Niveau des vierten Quartals 2019 angelangen wird. Dass die Niedrigzinsen bis 2023 ansteigen werden, hält CBRE für unwahrscheinlich.