Immobilien Magazin

Noch keine Entscheidung der Immofinanz zum CA Immo-Anteil

Nachdem der geplante Merger mit der CA Immo vorerst auf Eis gelegt wurde, evaluiert die Immofinanz, was sie mit ihrem 26-prozentigen CA Immo-Anteil zukünftig machen will. Für eine Entscheidung ist es aber noch zu früh. Froh ist man aber darüber, dass man damals die Anteile von der russischen O1 Group angekauft hat.

Autor: Charles Steiner

Verkaufen oder halten: Noch immer evaluiert die Immofinanz, was sie mit dem 26-prozentigen Anteil der CA Immo, den sie im August 2016 von der russischen O1 Group erworben hatte, tun soll. Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz erklärte CEO Oliver Schumy, dass derzeit alle Möglichkeiten geprüft würden. Über einen etwaigen Verkauf, der im Vorfeld genannt wurde, sagte Schumy im Zusammenhang mit dem auf Eis gelegten Merger mit der CA Immo, dass es noch zu früh sei, eine Entscheidung zu treffen. Da auch, wie berichtet, Starwood an 26 Prozent der CA Immo-Aktien interessiert ist, erklärte Schumy, dass derzeit noch kein konkretes Angebot vorliege. Erst dann, wenn es eines gibt, könne man es prüfen und dann gegebenenfalls entscheiden. Die Immofinanz selbst hatte das Starwood-Angebot von fünf Prozent als zu niedrig bewertet. Derzeit sei aber aus Sicht der Immofinanz auch das Angebot für die CA Immo-Aktien zu billig - auf Hinblick des aktuellen EPRA-NAV bei etwa 30 Euro je Aktie.

Aber: Man sei froh, dass die Immofinanz im August 2016 die Anteile der O1 Group gekauft hatte. Deshalb nämlich, weil in den vergangenen Wochen in russischen Medien bekannt wurde, dass die O1 vom Markt mittlerweile verschwunden und Boris Mints vom Kreml „kassiert worden sei“. „Wenn O1 in der heutigen Situation noch in die CA Immo investiert wäre, hätte es wahrscheinlich beide zerrissen.“, so Schumy, schließlich ist auch die CA Immo in die Immofinanz finanziert. Auch wenn es damals geheißen hatte, dass die Immofinanz die CA Immo-Anteile sehr teuer eingekauft hatte, so habe die CA Immo aber eine steile Wertsteigerung hinter sich - womit sich das Investment definitiv gelohnt habe.

Dafür fühlt man sich in der Strategie durch die stetigen Zukäufe von Immofinanz-Aktien seitens der S Immo bestätigt, wenngleich die Aufstockung auf fast 12 Prozent etwas überraschend gewesen sei. Immer wieder führe man Gespräche mit Vertretern der S Immo wie auch CA Immo. Mit dem Signa-Boss René Benko, unter dessen Ägide ein Dreiergespann zwischen Immofinanz, CA Immo und S Immo immer wieder kolportiert wurde, hatte man übrigens keine Gespräche. „Er ist ja auch kein Immofinanz-Aktionär“, so Schumy.