immoflash

Hotelbranche: Noch keine Normalität

Sorge wegen Buchungslage

Autor: Stefan Posch

Vor gut zwei Wochen durften Hotels in Österreich wider öffnen. Doch Normalität ist bei der Beherbergungsbranche bei weitem noch nicht eingekehrt. „Nach einem ersten Rundruf in der Branche konnten wir vor allem eines feststellen: Wir sind weit von einer normalen Situation entfernt. Zwar war die Buchungslage in Teilen der Ferienhotellerie am ersten Wochenende recht gut, in den Städten ist die Lage nach wie vor eher trist. Soweit wir wissen, werden viele Betriebe in Wien erst Mitte Juli eröffnen“, erklärt Martin Schaffer, Geschäftsführer und Partner von MRP hotels.

Sorge bereitet Schaffer die bevorstehenden Buchungen für die Sommersaison. Die zu erwartende schnellere Lockerung der Maßnahmen als ursprünglich geplant, werde aber zu einer rascheren Erholung der Buchungslage führen.

Im Städtetourismus sieht MRP hotels noch mehr Probleme: Zwar hätten in den Großstädten die meisten Hotels wieder geöffnet, durch die große Gesamtanzahl an Betten würden sich aber die Gäste auf viele Häuser verteilen, was wiederum in den einzelnen Betrieben zu einer niedrigen Buchungslage führen würde „Für viele Hoteliers stellt sich das Problem, dass sie ihren Betrieb wieder hochgefahren haben - und damit wieder die laufenden Kosten voll schlagend werden. Es fehlt aber mit den aktuell nur schwachen Buchungen die wirtschaftliche Relation zwischen den laufenden Kosten und dem zu erzielenden Umsatz“, erklärt der Hotelexperte.

Eine große Hoffnung setzen die Hoteliers in ganz Österreich auf die nun erfolgten Grenzöffnungen zu den Nachbarstaaten (mit Ausnahme Italiens) und die Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs.

Martin Schaffer warnt aber vor überbordendem Optimismus :„Österreich gilt zwar in Bezug auf die Bewältigung der Krise und die Fallzahlen als Musterschüler. Das Reiseverhalten kann man aus jetziger Sicht dennoch noch nicht wirklich einschätzen - da spielen sehr viele emotionale Themen eine große Rolle, wie zum Beispiel das Tragen von Masken in Flugzeugen.“

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!