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Noch Potenzial für polnische Retailparks

Obwohl sich Anzahl in zehn Jahren verdoppelt hat

Autor: Charles Steiner

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Anzahl der Retailparks in Polen zwar verdoppelt, von einer Marktsättigung kann aber nach wie vor keine Rede sein. Im Gegenteil: Derzeit stehen bereits um die 450.000 m² vermietbare Fläche in der vor der Fertigstellung im kommenden Jahr, so eine aktuelle Marktanalyse von JLL und Trei Real Estate Poland. Für Einkaufszentren zeichnet sich allerdings eine Sättigung ab, die auch durch die Coronapandemie untermauert worden ist. Damit sind Fachmarktzentren mit lokalem Fokus aber wieder deutlich in den Fokus gerückt.Anna Wysocka, Leiterin der Einzelhandelsagentur, JLL Poland: „Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat die Bautätigkeit in Polen sicherlich verlangsamt. Der Markt für kleinere Convenience-basierte Vermögenswerte in Polen entwickelt sich jedoch sehr gut. Während des Lockdown wandten sich die Verbraucher lokalen Optionen zu. Einige haben ihre Nachbarschaften wiederentdeckt und begonnen, kleine Familienunternehmen und lokale Produkte zu schätzen. Value-Einzelhändler wie Tedi, KiK, Dealz gehören jedoch zu denjenigen, die die meisten Geschäfte in dieser Anlageklasse haben.“ Diese Marken beginnen überdies ihre Expansion besonders in kleineren Städten.

Heuer sind 130.000 m² solcher Flächen neu auf den Markt gekommen. Infolgedessen belief sich das Angebot an modernen Einzelhandelsflächen in den polnischen Einzelhandelsparks und Convenience-Centern auf 2,6 Mio. m², wobei der Großteil (54 Prozent) auf Regionalparks entfiel.

Für Mieter ebenfalls interessant sind die geringen Mieten im Verhältnis zu Einkaufszentren: Die Mieten für Einheiten von ca. 2.000 m² in den leistungsstärksten Einzelhandelsparks in regionalen Städten liegen derzeit zwischen 8 und 12 Euro/m², die Servicegebühren bei sehr wettbewerbsfähigen 1,5 - 2 Euro/m².