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Nordische Immomärkte bleiben resilient

Auch Schweden hat sich wieder erholt

Autor: Charles Steiner

Auch obwohl besonders Schweden durch seinen Sonderweg von der Coronapandemie betroffen war: Die nordischen Immobilienmärkte erweisen sich als besonders krisenresistent. Auch Schweden hat sich wieder gut erholen können - nach einem Wirtschaftseinbruch im zweiten Quartal um 8,6 Prozent ist das Land wieder auf Wachstumskurs. Laut Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella, sieht in den nordischen Ländern ein gutes Grundgerüst, um mit Rezessionsrisiken umzugehen: „Die öffentlichen Finanzen in Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark zählen zu den gesündesten in Europa und bieten genügend Spielrau. Die Fiskalpolitik unterstützt die wirtschaftliche Erholung, während die Immobilienmärkte von geldpolitischen Maßnahmen profitieren - dennoch bleiben wirtschaftliche Risiken bestehen.“ Immerhin: Das Gesamttransaktionsvolumen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 beläuft sich laut Catella auf 16,1 Milliarden Euro, das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr, ist aber angesichts der Pandemie ein solides Ergebnis. Nach einem guten ersten Quartal ging die Aktivität auf dem Investitionsmarkt im zweiten Quartal deutlich zurück.

Der Anteil der Wohnimmobilien ist auf 32 Prozent des Transaktionsvolumens gestiegen. Wohnimmobilien wurden im ersten Halbjahr 2020 zur begehrtesten Anlageklasse, gefolgt vom Bürosektor mit 29 Prozent. Der Anteil internationaler Investoren schrumpfte von 35 Prozent im Jahr 2019 auf 29 Prozent im ersten Halbjahr 2020. Schweden erreichte das höchste Transaktionsvolumen aller nordischen Länder mit insgesamt 6,7 Milliarden Euro. Norwegen verzeichnete mit 22 Prozent den stärksten Rückgang, gefolgt von Schweden (-14 Prozent) und Finnland (-13 Prozent), während der Rückgang in Dänemark moderat ausfiel (-2 Prozent).