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Nur keine Panik!

Barrierefreie Entfluchtung reduziert Risiko

Autor: Rudi Maisriml

Als „Räumliches Problemlösen“ lässt sich das Zurechtfinden in einem Gebäude treffend bezeichnen. Wie gut dies im Ernst- oder Notfall funktioniert, ist Gegenstand der Panikforschung. Menschen reagieren in Ausnahmesituationen meist nicht logisch, sondern „psycho-logisch“. Wenn Menschenmassen in Panik geraten, werden gewaltige Kräfte frei, und Schwächere - Kinder, Menschen mit Behinderungen und Ältere - kommen dabei leicht unter die Räder. Für Menschen mit Behinderungen wirkt sich eine Massenpanik besonders dramatisch aus, da sie in dieser Extremsituation nicht auf die Hilfestellung anderer vertrauen können.

In einem dreitägigen Netzwerktreffen wurde nun mit Beiträgen aus den Bereichen Architektur, Panikforschung und Psychologie Neuland betreten. Eine wesentliche Erkenntnis der Tagung war: Faktoren wie intuitive Orientierung erhöhen das subjektive Sicherheitsgefühl und beugen damit einer Panik vor. Erst das sichere Entfluchten aller Menschen ermöglicht auch die Selbstrettung von Menschen mit Behinderungen. ÖZIV ACCESS, ein Projekt des ÖZIV Bundesverbandes, befasst sich mit umfassender baulicher und gestalterischer Barrierefreiheit und widmet sich eingehend dem Thema der barrierefreien Entfluchtung.