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ÖBB Immobilien auf Schiene

Heur Immoverkäufe um 150 Millionen

Autor: Gerhard Rodler aus München

Die Immobiliengesellschaft der ÖBB, die ÖBB Immobilienmanagement GmbH, ist auf vollen Touren unterwegs. Die Eröffnung des größten Projektes, des neuen Hauptbahnhofs, steht bevor, die neuen ÖBB-Zentrale unmittelbar daneben wird sogar um einige Wochen früher als geplant fertig und bereits stockweise besiedelt. Sobald die Übersiedlung abgeschlossen ist, werden einige zehntausend Quadratmeter bisher drittangemietete Büroflächen in Wien frei. Das bringt der ÖBB Miet-Einsparungen von rund fünf Millionen Euro pro Jahr.

Auch die Bahnhofsoffensive in den Bundesländern nähert sich in den nächsten Jahren einem Ende.

Bei der Bewirtschaftung der ÖBB-genutzten Flächen läuft es ebenfalls gut und es können jährlich die Bewirtschaftskosten gedrückt werden, ab dem kommenden Jahr werden alle Bahnhöfe total von den ÖBB Immobilien bewirtschaftet.

So oder so sind die ÖBB Immobilien ein klarer Ertragsbringer. 2014 ist geplant einen Ergebnisbeitrag von rund 85 Mio. Euro der aus Veräußerungen und Entwicklungen dem ÖBB Konzern zuzuführen, sagt ÖBB Immobilien Geschäftsführer Herbert Logar. 2013 waren es bereits Erlöse aus Vermietungen und Verpachtung in Höhe von knapp 125 Millionen Euro (davon 74 Millionen vom Markt). Branchenkenner meinen, dass diese Zahlen heuer noch übertroffen werden. Dieser Geldfluss freut die Muttergesellschaft der ÖBB Immobilien, die ÖBB Infrastruktur AG. Immerhin fließen diese Mittel in die Sanierung der Bahnhöfe und Investitionen in das Schienennetz. Geld, das sonst vom Steuerzahler aufgebracht werden müsste.

ÖBB-Infrastruktur AG-Vorstand Andreas Matthä legt die Latte für die ÖBB Immobilien daher weiterhin hoch, wie er vor Journalisten auf der Fahrt zur Expo Real in München erklärte: „Ich kann mir vorstellen, dass die ÖBB Immobilien theoretisch in den nächsten fünf Jahren bis zu einer Milliarde Euro hereinspielt. Das könnte je zur Hälfte aus Miet- und Pachterlösen und zur anderen Hälfte allenfalls aus weiteren Verkäufen nicht betriebsnotwendiger Immobilien erfolgen.“ In der Person von Herbert Logar, einem der renommiertesten Immobilienexperten des Landes, wird so sichergestellt sein, dass die Verkaufserlöse der Grundstücke jedenfalls am obersten Ende des erzielbaren Marktpreises liegen sollten. Eine marktwirtschaftliche Denke, die den ÖBB jährlich zig Millionen Mehrerlöse bringt.