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Österreich baute EU-weit meiste Wohnungen

Preise stiegen durchschnittlich um 5 Prozent

Autor: Gerhard Rodler

Im Jahresvergleich führt Österreich beim Wohnungsneubau die Rangliste in der EU und den darüber hinaus untersuchten Ländern an (5,4 begonnene Wohnungsbauprojekte pro 1.000 EW), gefolgt von Frankreich (4,5) und Israel (4,3). Auch bei den Ländern, in denen Banken zur Finanzierung von Wohnbauprojekten die niedrigsten Zinsaufschläge verlangen, zählt Österreich neben Belgien, Deutschland sowie Frankreich, Schweden und den Niederlanden zum Spitzenfeld. Dies zeigt der neu erschienene Deloitte Property Index.

In ganz Europa hält der Preisanstieg für Wohnimmobilien an. Auch in Österreich sind die Preise im Jahr 2014 um 5 Prozent gegenüber 2013 moderat gestiegen. Für 2014 liegen die Werte bei durchschnittlich 2.500 Euro/m² und es wird auch weiterhin mit einem Anstieg gerechnet. „Erstens die stetig steigende Zuwanderung nach Wien, zweitens der ungebremste Run der Investoren auf die weiter als sichere Anlage geltenden Immobilien, drittens niedrige Zinsen sowie viertens die Erwartungshaltung sind die Gründe, dass noch kein Ende des Preisanstieges abzusehen ist“, erläutert Alexander Hohendanner, Partner und Real Estate Leader Deloitte Österreich. Auch die Änderungen im Bereich der Immobilienbesteuerung sieht Hohendanner als eine der Ursachen für den Anstieg der Transaktionen von 2013 auf 2014.

Den höchsten Preisanstieg für Neubauten verzeichnet Irland (+31,7 Prozent), gefolgt von Israel (+25,6 Prozent) und Großbritannien (+21,6 Prozent). In Österreich benötigt man weiterhin knapp sechs Bruttojahresgehälter, um sich seine eigenen vier Wände zu leisten. Damit liegt das Land im europäischen Mittelfeld. Spitzenreiter ist Israel mit rund 12,7 Jahresgehältern, am günstigsten ist Wohnraum in Belgien zu erwerben (3,2 Jahresgehälter).