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Österreicher lieben stationären Handel

SES-Studie: Zwei Drittel sehen Retail als wichtig

Autor: Charles Steiner

Während in anderen Ländern der Onlinehandel immer stärker durchdringt, ist der Onlineanteil in der Gesamthandelsbilanz noch relativ überschaubar. Die Spar European Shopping Center hat jetzt mit dem Linzer Market Institut das Einkaufsverhalten im Rahmen einer Studie österreichweit erhoben. Das interessante Resultat: Die Österreicher betrachten den stationären Einzelhandel als enorm wichtig als Arbeitgeber und Steuerzahler, zum wachsenden E-Commerce steht man eher kritisch. So strichen 65 Prozent der 1.000 Befragten die Wichtigkeit des stationären Handels hervor, 40 Prozent hätten sogar ein Bewusstsein für die negativen Auswirkungen auf das persönliche Umfeld entwickelt. Sie sind der Ansicht, dass durch eine Schwächung des stationären Handels und den Ausbau des E-Commerce Arbeitsplätze verloren gingen.

Ebenso vier von fünf Befragten sehen in der Schwächung des stationären Einzelhandels in Einkaufsstraßen und Shopping-Centern und der damit verbundenen Veränderung des zukünftigen Stadt- und Straßenbildes eine negative Entwicklung. Knapp Dreiviertel der Befragten ist das geringere Steueraufkommen großer ausländischer Onlineplattformen in Österreich bekannt. 90 Prozent sehen dies als problematisch an. Auch schlechte Arbeitsbedingungen und die klimaschädlichen Pakettransporte in diesem Bereich sind vielen Konsumenten ein Dorn im Auge.

Marcus Wild, Vorsitzender der Geschäftsführung von SES Spar European Shopping Centers, sieht darin die Erfahrungen der vergangenen Monate bestätigt: „Auch wenn die Bewegungsfreiheit in der Corona-Krise manchmal eingeschränkt ist, gibt es doch bei vielen Konsumentinnen und Konsumenten das Bewusstsein, dass der Einkauf im stationären Handel nicht nur mit guter Beratung und - vor allem in der Weihnachtszeit - mit einem schönen Kauferlebnis verbunden ist, sondern auch Arbeitsplätze gesichert und die Kaufkraft im Land gestärkt wird.“