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CA Immo Nummer 2 in Deutschland

Investoren entwickeln immer mehr für sich selbst

Autor: Gerhard Rodler

Die österreichische CA Immo ist der zweitgrößte Büroimmobilien-Developer in Deutschland, wobei naturgemäß für den eigenen Bestand entwickelt wird. Größer ist nur die, gemessen am gesamten Projektvolumen (Trader- als auch Investor-Developments), im Segment Büroimmobilien die Zech Group. Hinter der CA Immo reiht sich Groß & Partner (nur Trading-Developer) und Consus.

CA Immo-CEO Andreas Quint kommentiert: „Wir sind zu rund 85 Prozent Bestandshalter und zu 15 Prozent Entwickler, was für uns eine überaus profitable Kombination ist. Der Fokus liegt dabei auf hochwertigen Büroimmobilien in den Metropolen Zentraleuropas.“ CA Immo wächst in Deutschland vor allem auf Basis eigener Projektentwicklungen. Wachstumsmotor des Unternehmens ist vor allem die deutsche Projekt-Pipeline, die aktuelle Projekte im Bau sowie eine geplante Projekt-Pipeline auf Basis aktueller Grundstücksreserven mit einem gesamten Entwicklungsvolumen von mehr als 750.000 m² Nutzfläche umfasst. Diese Projekt-Pipeline inkludiert Top-Lagen in Berlin, München und Frankfurt.

Gewerbeimmobilien in Deutschland werden von institutionellen Investoren zunehmend für das eigene Portfolio entwickelt. Dies zeigt eine Sonderanalyse der Projektentwicklerstudie, die die bulwiengesa in Ergänzung zur traditionellen Trader-Developmentstudie im Auftrag der CA Immo erstellt hat. „Der Marktanteil der Investor-Developments (Bestandsentwicklungen) am Projektentwicklungsvolumen ist von rund 20 Prozent im Jahr 2016 auf etwa 40 Prozent im Jahr 2019 gestiegen“, erläutert Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter von Bulwiengesa.

Während das Volumen der Wohnungsentwicklungen auch bei den Investor-Developments praktisch stagniert, sind bei Hotels und insbesondere bei Büros deutliche beziehungsweise überproportionale Ausweitungen zu beobachten. Wirtschaftliche Hintergründe für verstärkte Investor-Developments im Office-Segment sind das starke Wachstum der Bürobeschäftigung und die rückläufigen Leerstandsraten in den Top-Städten.