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Österreichischer Immobilienmarkt boomt

Markt für kommerzielle Immobilien sehr attraktiv

Autor: Gerhard Rodler

Der Wiener Büromarkt zählt weiterhin zu den stabilsten Büromärkten in Europa und weist im Vergleich mit anderen europäischen Städten eine moderate Leerstandsrate von 6,5 Prozent auf. Eine vergleichsweise niedrige Neuproduktion von Büroflächen unterstützt diesen Trend. Im Gesamtjahr 2015 wird das Neubauvolumen voraussichtlich nur knapp 130.000 m² und damit noch einmal einen neuen Tiefstand erreichen. Allerdings sind für die kommenden Jahre zahlreiche Projekte in Planung und teilweise auch schon in Bau, so dass spätestens ab 2017 wieder mit einer deutlichen Zunahme der Neubautätigkeit zu rechnen ist.

Reinhard Madlencnik, Head of Real Estate Bank Austria: „Der österreichische Immobilienmarkt boomt. Das bestätigen die stark gesunkenen Spitzenrenditen die z.B. im Bürobereich die 4,5-Prozent-Marke erreicht haben.“ Und weiter: „ In Österreich gibt es im Immobilienbereich keinen Finanzierungsengpass. Die Banken finanzieren und der Wettbewerbsdruck hat zugenommen. Wir sind im Neugeschäft gut unterwegs und dabei, das Rekordvolumen des vergangenen Jahres in Höhe von 3,2 Milliarden Euro wieder zu erreichen.“ Auch Retailimmobilien boomen. Wien verfügte inklusive aller neuen Flächen zum Halbjahr 2015 über 31 Einkaufszentren mit einer vermietbaren Fläche von rund 982.000 m². Die SC-Dichte pro 1.000 Einwohner lag bei rund 546 m² und ist gegenüber dem Halbjahr 2014 (528 m² pro 1.000 Einwohner) durch das Flächenwachstum von rund 50.000 m² (ÖBB BahnhofCity, Citygate und Erweiterung des Auhofcenters) deutlich angestiegen. Bemerkenswert ist, dass alle sechs größten Einkaufszentren in Wien in den letzten fünf Jahren grundlegende Modernisierungen, Erweiterungen oder Relaunches durchgeführt haben bzw. gänzlich neu errichtet wurden.