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Online-Bieterverfahren legen zu

Plattform will Festpreis-Kultur Kampf ansagen

Autor: Günther Schneider

Immobilien-Transaktionen via Online-Bieterverfahren. Laut der Schweizerischen Plattform Venbona soll es dafür einen klaren Aufwärtstrend geben. Venbona sieht nämlich die klassische Festpreis-Kultur als intransparent an, ebenso den Verkaufsvorgang. Laut dem seit 2017 am Markt agierenden PropTech sei auch jede Verkehrswertermittlung trotz gesetzlicher Richtlinien angreifbar und sei eine Interpretation des Markts. Kaufpreissammlungen würden zudem nur begrenzte Auskünfte zur tatsächlichen Marktlage geben. Venbona will das anders machen: Kaufinteressenten würden hier für ihr Wunschobjekt ihre Gebote abgeben und die Kaufpreisentwicklung online mitverfolgen können. Der Makler oder Verkäufer gebe wiederum einen Kaufpreis als Start vor, von dem in vorher festgelegten Schritten geboten wird. Das Bieterverfahren sei zeitlich limitiert. Die Kaufinteressenten treten anonymisiert auf und können, auf Wunsch des Verkäufers, ihren Finanzierungsnachweis hinterlegen. Damit soll der Kaufpreis in einer aktuellen Angebot-Nachfragesituation widergespiegelt werden, zudem könnten sämtliche Akteure das Prozedere online mitverfolgen. Man sehe sich dabei nicht als Konkurrenz zu Maklern, sondern als Instrument zur Hilfestellung. Wenn mit einem Bieter ein rechtsverbindliches Geschäft zustande kommt, dann werden 0,15 Prozent des erzielten Kaufpreises als Nutzungsgebühr für den Anbieter fällig. Für die Kaufinteressenten sei das Angebotsverfahren kostenlos.