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Makler setzen auf Onlinebesichtigung

Immer mehr Makler sagen Besichtigungen ab

Autor: Charles Steiner

Oberstes Gebot ist es derzeit, alle sozialen Kontakte zu meiden. Besonders stark trifft dies die Maklerbranche, denn die hat aufgrund der Coronakrise nahezu sämtliche Besichtigungstermine ausgesetzt, wie ein Rundruf des immoflash in Erfahrung bringen konnte. Da könnte jetzt die Onlinebesichtigung, wie sie technisch bereits möglich ist, zu einem wichtigen Tool zur Vermarktung werden. Und dieses werde auch verstärkt genutzt.

Vonseiten der EHL heißt es jedenfalls, dass man derzeit keine Besichtigungen durchführe. Auch der Bürobetrieb ist nahezu zur Gänze auf Homeoffice umgestellt worden. Es fänden auch keine Übergaben statt, außer, wenn ein Kunde dezidiert darauf besteht - und dann auch nur unter Einhaltung strikter hygienischer Anweisungen. Man werde Onlinebesichtigungen durchaus ins Auge fassen, heißt es dazu von einem Sprecher.

Ähnlich sieht es bei der ivv aus, auch hier seien Besichtigungen abgesagt worden. Sascha Haimovici, Geschäftsführer der ivv, erklärte, dass man mit Onlinebesichtigungen bereits gute Erfahrungen gemacht habe: "Wir bieten dies auch bei unseren eigenen Objekten an. Bei Fremdobjekten ist das derzeit allerdings noch nicht möglich, da das für die Projektentwickler ein Kostenfaktor ist." Online-Abschlüsse habe man noch nicht verzeichnen können, aber "vertiefende Gespräche, woraus dann Abschlüsse entstanden seien".

Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer erklärt, dass sämtlichen Büros mit Nachdruck empfohlen worden ist, keine Besichtigungen und anstatt dessen 360 Grad-Rundgänge durchzuführen. "Viele unserer Objekte sind bereits online für virtuelle Rundgänge adaptiert worden", so Reikersdorfer, der darauf verweist, dass man über alle anderen Kommunikationskanäle - wie Videochat, Telefon, etc. - für die Kunden verfügbar sei.

Komplett abgesagt sind die Besichtigungstermine auch bei Otto Immobilien worden - bzw, es gebe auch keine Anfragen, wie eine Sprecherin erklärt. Einzige Ausnahme sei ein Fall im Logistiksektor gewesen. Dort verzeichne man im Übrigen verstärkte Anfragen zur Anmietung zusätzlicher Lagerflächen.