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Optimismus zum Tag: Familienunternehmen

56 Prozent blicken in eine positive Zukunft

Autor: Gerhard Rodler

Europas Familienunternehmen geben sich zunehmend optimistisch. 71 Prozent gaben an, dass sie die nächsten sechs Monate für ihr Unternehmen durchaus positiv einschätzen. Im Vergleich zur letzten Messung im Dezember 2013 konnte ein Anstieg von sieben Prozent verzeichnet werden. Auch die Mehrheit der Familienunternehmen in Österreich gibt sich zuversichtlich, liegt jedoch mit 56 Prozent klar unter dem europäischen Durchschnitt. Das besagt das aktuelle "European Family Business Barometer", das EFB und KPMG kürzlich veröffentlichten.

Als Herausforderung stuft die Hälfte der familiengeführten Betriebe in Österreich die steigenden Lohnnebenkosten sowie die sinkende Rentabilität ein. Besonders hinsichtlich der Lohnnebenkosten weichen die Ergebnisse stark vom europäischen Durchschnitt ab, der aktuell bei 20 Prozent liegt. Darüber hinaus sieht ein Drittel der Befragten in Österreich die Schwierigkeit darin, hoch qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.

Positive Ergebnisse zeigt das aktuelle KPMG-Barometer in Bezug auf die Umsatzzahlen der familiengeführten Betriebe. Weniger als ein Fünftel der befragten österreichischen Unternehmen hatte zuletzt mit sinkenden Umsatzzahlen zu kämpfen. Damit liegen die Familienunternehmen Österreichs klar im europäischen Spitzenfeld. Anders sieht es jedoch hinsichtlich der Anzahl der Mitarbeiter aus. Während 40 Prozent der familiengeführten Unternehmen in Europa ihre Personalressourcen ausgebaut haben, war dies nur bei knapp einem Viertel der heimischen Familienunternehmen der Fall.

88 Prozent der österreichischen Familienunternehmen planen Investitionen. Auch hier liegt Österreich über dem europäischen Durchschnitt (75 Prozent). Ein Viertel entfällt dabei auf Investitionen im Ausland, insbesondere innerhalb Europas. Besonderen Fokus legen die heimischen Betriebe auf ihr Kerngeschäft.

Das European Family Business Barometer basiert auf den Antworten einer Online-Befragung mit 710 ausgefüllten Fragebögen, die von Familienbetrieben in 18 europäischen Ländern erhalten wurden; diese zweite Ausgabe war von Ende März bis Anfang Mai 2014 offen. Die Umfrage wird zweimal im Jahr durchgeführt, um die wechselnden Fragen zu betrachten, mit denen Familienbetriebe sich konfrontiert sehen.