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Orascom erholt sich

Erstmals seit Ägypten-Revolution wieder mit Gewinn

Autor: Gerhard Rodler

Der schweizerisch-ägyptische Bau- und Tourismuskonzern Orascom ist wieder auf Kurs. Erstmals seit Ausbruch der ägyptischen Revolution vor drei Jahren erzielte Orascom im ersten Quartal einen Gewinn von 5,0 Mio. Franken (4,1 Mio. Euro). In der Vorjahresperiode war noch ein Verlust von 19,1 Mio. Franken zu Buche gestanden.

Der Bruttogewinn konnte auf 13,2 Mio. Franken mehr als vervierfacht werden, wie die Gruppe des ägyptischen Investors Samih Sawiris mitteilte. Den Umsatz steigerte Orascom um 21 Prozent auf 69,8 Mio. Franken.

Zu diesem Resultat hätten im Wesentlichen eine gesteigerte Aktivität im Segment Immobilien und Bau beigetragen. Weiter habe sich auch das Kostensparprogramm, mit welchem bis Ende Jahr 50 Mio. Franken eingespart werden sollen, positiv ausgewirkt. Im ersten Quartal hätten die Einsparziele um 12 Prozent übertroffen werden können, hieß es weiter.

Die Veräußerung von nichtstrategischen Einheiten werde die Kostenbasis weiter reduzieren, was sich ab dem zweiten Halbjahr 2014 positiv auswirken werde.

Rückläufig präsentierte sich im ersten Quartal dagegen weiterhin das Hotelsegment. Das Unternehmen zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich das Geschäft im laufenden Jahr im Zuge der Belebung des Tourismus in Ägypten erholen werde.

Am Sonntag hatte Orascom die Konzentration des operativen Geschäfts auf die Kerndestinationen in Ägypten, Oman und Montenegro verkündet. Im Zuge der Neuausrichtung sollen nicht strategische Vermögenswerte in Ägypten mit einem geschätzten Wert von 110 bis 130 Mio. Franken verkauft werden, hieß es. Die Transaktion soll in den kommenden 5 bis 7 Monaten vollzogen werden.

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