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Osnabrück rückt ins Visier

Niedrige Einstiegspreise, hohe Renditen

Autor: Charles Steiner

Die Investment-Opportunities in Deutschland dehnen sich zunehmend auf C-Städte aus. So wird etwa Osnabrück aufgrund der positiven Fundamentaldaten, des geringen Wohnungsleerstands und der zu erzielenden Rendite für überregional aktive Immobilieninvestoren immer interessanter, schätzt Engel & Völkers in einem entsprechenden Marktbericht ein. 122 Zinshäuser seien 2019 veräußert worden, 8,0 Prozent mehr als im Vorjahr. „Nach dem Rekordjahr 2017 war es das zweitstärkste Ergebnis überhaupt“, ergänzt Yannick Hörner, Leiter Gewerbe- und Anlageimmobilien bei Engel & Völkers Commercial Osnabrück. Das Transaktionsvolumen wuchs im Vorjahresvergleich um 10,7 Prozent auf 71 Millionen Euro. Der durchschnittlich geforderte Angebotspreis in der C-Stadt liege mit 1.832 Euro/m² eher auf dem Niveau von D-Städten wie Solingen oder Leverkusen. Aufgrund des geringen Preisniveaus gerieten einfache, etwas außerhalb gelegene Wohnlagen ins Visier der Investoren, wo die Einstiegspreise bei etwa 1.100 Euro/m² liegen würden. Im Gegensatz dazu müssten Anleger für Top-Objekte im teuersten Stadtteil Westerberg mit Kaufpreisen von bis zu 4.000 Euro/m² rechnen. Dennoch ließen sich auch in den Bestlagen noch Renditen von bis zu 5 Prozent erzielen. In guten und mittleren Lagen liege die Gewinnspanne zwischen 5 und 6 Prozent. Engel & Völkers Commercial erwartet für das heurige Jahr, dass aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage stabile Transaktionszahlen im dreistelligen Bereich und ein Transaktionsvolumen von bis zu 75 Millionen Euro. „Die anhaltende Niedrigzinspolitik verstärkt die ohnehin hohe Nachfrage nach Anlageimmobilien, was vermehrt Eigentümer nutzen, um sich mit lukrativen Gewinnen von ihren Bestandsimmobilien zu trennen“, so Hörner.