immoflash

Palast zum Tag: Wo Ceausescu wohnte

Unterhalt kommt Staat zu teuer

Autor: Gerhard Rodler

Ein Vierteljahrhundert nach der Wende wird der Bukarester Wohnpalast des kommunistischen Diktators Nicolae Ceausescu (1918-1989) zum Verkauf angeboten. Der Staat will sich dessen Unterhalt nicht mehr leisten.

Während der blutigen Wende in Rumänien im Dezember 1989 hatten Aufständische diesen Palast gestürmt und darin unter anderem goldene Wasserhähne entdeckt. Ceausescu und seine Frau Elena waren am 25. Dezember 1989 nach einem Scheinprozess erschossen worden.

Das unter dem Namen „Frühlingspalast“ (Palatul Primaverii) bekannte Gebäude wurde 1965 auf Weisung Ceausescus gebaut und verfügt über ein Schwimmbecken, eine Sauna und ein Solarium. Die Innenausstattung samt Wandmosaiken hat die Frau des Diktators persönlich bestimmt. Seit der Wende wird das Haus zur Unterbringung von Staatsgästen benutzt. Dies rentiere sich jedoch nicht mehr, weil es dafür zuletzt nur noch selten gebraucht wurde, hieß es.

Der Staat will zudem viele Kleidungsstücke, Möbel, Accessoires und sonstige Besitztümer des Ceausescu-Paares loswerden, die bisher niemand kaufen wollte. Sie sollen nun teils vernichtet, teils an Museen verliehen oder sozialen Einrichtungen geschenkt werden.