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Paradigmenwechsel bei Wohnwünschen

Statt Innenstadt sind jetzt Flächenbezirke in

Autor: Charles Steiner

Die Coronapandemie und mittlerweile zwei Lockdowns haben die Wohnvorlieben der Suchenden erheblich verändert. Statt kompakt und innerstädtisch werden jetzt Flächenbezirke und größere Wohnflächen verstärkt nachgefragt, geht aus einer Analyse des Immo-Portals FindMyHome aus 11 Millionen Aufrufen zwischen Jänner und November hervor. Demnach sei die Quadratmeterzahl der Immobilien bei Suchanfragen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, die Nachfrage nach größeren Wohnungen daher gewachsen. Außerdem waren 2020 Eigentumsimmobilien begehrter und erhielten mehr Aufrufe als Mietwohnungen.

Klar ersichtlich ist das bei den Ergebnissen im Eigentumsbereich. Zwar liegt im Luxussegment der erste Bezirk nach wie vor auf dem ersten Platz, auf Platz zwei landet aber schon Währing vor dem Alsergrund. Bernd Gabel-Hlawa, Geschäftsführer von FindMyHome: „Währing bietet die in 2020 so gefragten Grünflächen. Neben dem Wienerwald sind es vor allem die Parks wie etwa der Türkenschanzpark oder auch der Pötzleinsdorfer Schlosspark, die sehr geschätzt werden und für Lebensqualität sorgen.“ Hier würde nach Wohneinheiten mit rund 100 m² gesucht. Auch der Alsergrund punkte mit Grünflächen, so Gabel-Hlawa: „Die Nähe zum Zentrum, die gute Infrastruktur und zahlreiche Grünflächen wie der Liechtensteinpark oder der Donaukanal haben Alsergrund auch in der zweiten Jahreshälfte attraktiv gemacht.“

Im Mietsektor war die Josefstadt auf Platz eins, dicht gefolgt allerdings von den Flächenbezirken Penzing und Hietzing. Gabel-Hlawa: „In den letzten Jahren war Penzing vor allem für seine kleinen Wohneinheiten unter 45 m² gefragt - 2020 ist aber alles anders und so haben sich die Wünsche nach größeren Wohneinheiten auch hier verdeutlicht: Heuer standen große Wohnungen mit durchschnittlich 104 m² hoch im Kurs. Das zeigt, die Preise sind im Gegensatz zu anderen Bezirken noch moderat.“