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Paukenschlag bei Hotelinvestmentmarkt

Über fünf Milliarden Euro in deutsche Hotels angelegt

Autor: Charles Steiner

Mit dem zweitbesten Ergebnis aller Zeiten konnte der detusche Hotelinvestmentmarkt im vergangenen Jahr reüssieren. Laut aktuellen Zahlen von BNP Paribas Real Estate sei 2019 erneut die Fünf-Milliarden-Euro-Marke geknackt worden. Damit ist das Alltime-High von 2016 zwar nicht ganz erreicht worden, aber ist sehr nahe hingekommen.

„Betrachtet man nur die Einzeldeals, fiel die Marktaktivität mit gut 100 registrierten Verkaufsfällen etwas niedriger aus als im Vorjahr. Dieser Nachteil konnte durch ein signifikant höheres durchschnittliches Deal-Volumen jedoch mehr als kompensiert werden, sodass die bisherige Bestmarke mit einem Einzeldeal-Volumen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro deutlich nach oben verschoben werden konnte“, so Alexander Trobitz, Head of Hotel Services der BNP Paribas Real Estate. Dafür zogen auch Porfolio-Deals an. Dank gleich sieben Paketverkäufen über 100 Millionen Euro stieg der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um satte 70 Prozent. Insgesamt wurde mit einem Transaktionsvolumen von knapp 1,4 Milliarden. Euro das drittbeste Ergebnis überhaupt erzielt.

Traditionell zeigen insbesondere Spezialfonds hohes Interesse an der Assetklasse Hotel und waren auch 2019 die kauffreudigste Investorengruppe. Insgesamt erreichen sie über ein Viertel des Investmentumsatzes und können dabei auf prominente Deals verweisen wie beispielsweise den durch BMP getätigten Kauf des Nürnberger Tafelhof Palais, der ein Leonardo Royal Hotel sowie ein Motel One beherbergen wird. Auf dem zweiten Rang folgen Immobilien AGs/REITs, die auf einen Marktanteil von knapp 18 Prozent kommen. “Hotel-Investments sind weiterhin heiß begehrt, wobei die Investoren zunehmend bereit sind, ihren Fokus zu erweitern und sich auch jenseits der A-Städte nach geeigneten Investments umzusehen. Aufgrund der nach wie vor positiven Rahmenbedingungen kann somit auch für 2020 mit einem lebhaften Marktgeschehen gerechnet werden. Eine erneute Annäherung an die 5-Milliarden-Euro-Marke wird hingegen nur möglich sein, wenn sich den Investoren angebotsseitig wieder die entsprechenden Kaufgelegenheiten am Markt präsentieren", fasst Alexander Trobitz die weiteren Aussichten zusammen.