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Pensionskassen-Performance schlecht

... weil der Immobilienanteil viel zu niedrig ist

Autor: Gerhard Rodler

Dass sich die österreichischen Pensionskassen in der Vergangenheit viel zu sehr auf die bequemere Investmentform der Anleihen verlassen haben und dadurch die zwar aufwändigere, aber sowohl kurz- wie auch langfristig deutlich attraktivere Assetklasse der Immobilieninvestments insgesamt eher vernachlässigt haben, beginnt sich jetzt zu rächen.

2015 lag der Veranlagungsertrag der österreichischen Pensionskassen nur noch bei durchschnittlich 2,36 Prozent. 2014 noch betrug die Performance 7,82 Prozent, im langjährigen Durchschnitt seit Pensionskassenstart 1991 waren es 5,58 Prozent/Jahr.

Dass das Ergebnis im Vorjahr gar so schlecht ausfiel, hat eine wichtige Ursache im wirtschaftlichen Umfeld. Denn die wohl noch länger anhaltende Niedrigzinsphase hat die erzielbaren Renditen auf Anleiheninvestments stark gedrückt und das dürfte vorerst auch so bleiben.

Rund 66 Prozent des in Summe von den Pensionskassen veranlagten Vermögens waren im Vorjahr freilich in Anleihen investiert, rund 28 Prozent in Aktien und nur rund 3,5 Prozent in Immobilien.

Übrigens betrifft die - zum Teil damit von den Pensionskassen selbst verschuldete - niedrige Performance immer mehr Menschen in Österreich: Die Zahl der Arbeitnehmer, die zusätzliche Eigenbeiträge leisteten, stieg um 25 Prozent auf mehr als 114.000 Personen.